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Freitag, 27. Januar 2017, 19 Uhr - Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Römerstraße 27

Anwesenheitsstipendiatin und -stipendiaten 2016






William Engelen | Dagmara Genda | Christian Pilz

Wir laden Sie herzlich am Freitag, dem 27. Januar 2017 um 19 Uhr zur letzten Ausstellungseröffnung der Stipendiatinnen und Stipendiaten 2016 ins »Made in Balmoral« in die Römerstraße 27 ein. Zu sehen sind Arbeiten von William Engelen, Dagmara Genda und Christian Pilz, die seit Juni 2016 für neun Monate im Schloss Balmoral leben und arbeiten. Für den Stipendiatenjahrgang 2016 liegt der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit im Medium Zeichnung. Dabei versteht sich Zeichnung nicht ausschließlich als ›Grafit auf Papier‹, sondern es werden die vielfältigen formalen und konzeptuellen Möglichkeiten der Gattung ausgelotet. William Engelen, Dagmara Genda und Christian Pilz zeigen Werke, die während ihrer Zeit in Bad Ems entstanden sind.

Die künstlerische Praxis von William Engelen (1964 geboren in Weert, Niederlande, lebt und arbeitet in Berlin und Rotterdam) pendelt zwischen Bildender Kunst und Musik. Seine Kompositionen und deren Umsetzung entwickelt er stets in Relation zu vorgefundenen Orten und Räumen und ausgehend von alltäglichen Situationen. Mit seinen Werken lotet er die Beziehungen zwischen Sichtbarem, Hörbarem und dem Raum aus. Statt auf traditionelle Kompositionstechniken und -systeme zurückzugreifen, bezieht Engelen außermusikalische Parameter sowie Zufallsverfahren in seine Arbeiten ein. So entwickelt er beispielsweise grafische Aufzeichnungssysteme, die es den Musikern erlauben, nach bestimmten Regeln selbst durch die Partitur zu navigieren und somit den Verlauf und den Klang einer Komposition mitzubestimmen.

Dagmara Genda (1981 geboren in Koszalin, Polen, lebt und arbeitet in Guelph, Kanada und Berlin) verbindet in ihrer künstlerischen Praxis eine Vielzahl unterschiedlicher Medien wie Zeichnung, Malerei, Fotografie und Installation. Sie zeichnet gefundene Bilder aus Büchern und dem Internet nach und greift dabei auf analoge und digitale Zeichentechniken zurück. Ihre geschickt arrangierten Bildelemente verbindet sie durch gestische Pinselstriche zu multiperspektivischen, undurchdringlichen Kompositionen. Für Genda ist das Nachzeichnen eine Methode, um sich Themen oder Räume anzueignen. Während ihres Aufenthaltes im Künstlerhaus zeichnete Genda die Struktur einer Wand in ihrem Atelier nach und machte damit die Spuren, die dem Raum eingeschrieben sind, auf poetische Weise sichtbar.

In seinen Bleistiftzeichnungen auf Papier entwirft Christian Pilz (1978 geboren in Ascot, Großbritannien, lebt und arbeitet in Berlin) labyrinthische Konstruktionen, komplexe Architekturen und wuchernde Strukturen. Sie lassen an utopische Stadtansichten, fiktive Landkarten und kosmische Gebilde denken. Seine dynamischen Raumgeflechte basieren auf hauchfeinen Linien, winzigen geometrischen Körpern oder dichten Strichflächen. Sie wachsen über das ganze Blatt oder schweben frei auf weißem Grund. Ihrer Sogwirkung können wir uns nur schwer entziehen und es scheint, als könnten wir uns in den verschachtelten Räumen jederzeit verlieren. So sind wir eingeladen, Christian Pilz` präzise ausgearbeiteten Bildwelten visuell abzutasten und uns stets aufs Neue einen Weg durch die verschlungenen Netzwerke zu bahnen.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 28. Januar bis 23. April 2017
Öffnungszeiten: Samstag, 28. und Sonntag, 29. Januar, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V. 

 

 



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