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Konzert B.E.N.K »Komponistenportrait: Harald Genzmer«, Dienstag, 6. Juni 2017, 19:30 Uhr

Das letzte Konzert der aktuellen B.E.N.K-Spielzeit steht ganz im Zeichen eines einzigen Komponisten. Mitglieder des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie werden in einem Porträt Harald Genzmer vorstellen. Dabei erklingen Werke unterschiedlichster Schaffensperioden dieses mittlerweile nicht mehr allzu bekannten Komponisten.

Harald Genzmer wurde 1909 in der Nähe von Bremen geboren. Bereits in jungen Jahren kam er sehr viel in Deutschland herum, da seine Familie häufig den Wohnort wechselte. In dieser Zeit hörte er schon viele bedeutende Werke, die ihn nachhaltig beeindruckten, wie beispielsweise die „Alpensinfonie“ von Richard Strauss oder die „Musik für Orchester“ von Rudi Stephan. Eines der prägendsten Erlebnisse für ihn war ein Auftritt des Amar-Quartetts, dem Paul Hindemith angehörte. Bei ihm studierte Harald Genzmer dann von 1928 bis zu dessen Emigration im Jahr 1934 Komposition an der Berliner Hochschule für Musik.

1946 wurde Harald Genzmer als stellvertretender Direktor und Professor für Komposition an die neu gegründete Musikhochschule Freiburg im Breisgau berufen. Von 1957 bis 1974 lehrte er Komposition an der Hochschule für Musik in München. Er war Mitglied in der Berliner Akademie der Schönen Künste und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Nach seiner Pensionierung komponierte Harald Genzmer bis zum seinem Todestag am 16. Dezember 2007 auch weiterhin eine große Zahl von Werken. Unter anderem wurde seine 3. Sinfonie im Jahr 1986 von den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Sergiu Celibidache uraufgeführt.

Im Komponistenportrait auf Schloss Balmoral erklingen unter anderem „Introduktion und Allegro“ für Fagott und Klavier, die Sonate für Fagott solo, die Klaviersonate Nr. 5, das Trio für Flöte, Oboe und Klavier und die Sonate für Violine und Klavier Nr. 5.

Carolin Mönnighoff, Flöte
Lourdes Higes Márquez
, Oboe
Nikolaus Maler
, Fagott
Konstantina Pappa
, Violine
Yoël Cantori
, Violoncello
Benoît Gagnon
, Klavier

Harald Genzmer

Introduktion und Allegro für Fagott und Klavier (1966)
Sonate für Fagott solo (1974) 
Trio für Flöte, Oboe und Klavier (1993)
Divertimento für Cello & Fagott (1981)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 5 (1995)

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral.

Pressefoto zum Download
Genzmer-Ensemble  ©Christopher Breaux

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Studierende des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG), Freitag, 12. Mai 2017, 19 Uhr

Silvia Andrade | Polina Grinberg | Paul Heyduck | Saskia Kaiser | Susanne Kunkel | Hanna Melnychuk | Norbert Michno | Juyoung Paek | Christian Schulz | Niloufar Shirani | Lena Trost

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts stellt das Künstlerhaus den Ausstellungsraum »Made in Balmoral« erstmals einer Auswahl von Studierenden des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz (IKKG) zur Verfügung. Mit Silvia Andrade, Polina Grinberg, Paul Heyduck, Saskia Kaiser, Susanne Kunkel, Hanna Melnychuk, Norbert Michno, Juyoung Paek, Christian Schulz, Niloufar Shirani und Lena Trost wurden junge Nachwuchskünstlerinnen- und Künstler aus den Künstlerklassen Keramik und Glas ausgewählt. Sie präsentieren ihre Arbeiten in unmittelbar aufeinanderfolgenden Ausstellungen, in denen jeweils Werke von zwei bis drei Künstlerinnen und Künstlern zu sehen sind.

Ein Kunststudium ist ein Angebot, welches darauf ausgerichtet ist, eine künstlerische Begabung in Einklang mit der Persönlichkeit des Studierenden zu bringen. Es geht nicht darum, kreative Menschen an ein Material – im Falle des IKKG an Keramik und Glas – anzupassen. So wird die Ausstellungsreihe im »Made in Balmoral« ein großes Spektrum an künstlerischen Medien umfassen, die die Philosophie des Institutes, welche als ›Materiales Denken‹ beschrieben wird, umkreisen. Zu sehen sein werden zwei- und dreidimensionale Arbeiten, Installationen, Videos und Performances.

Die erste Eröffnung findet am Freitag, dem 12. Mai 2017 um 19 Uhr im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 statt:

»Dissonanzen«, Saskia Kaiser und Susanne Kunkel

Begrüßung Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter, Künstlerhaus Schloss Balmoral; Prof. Jens Gussek, IKKG
Zur Ausstellung spricht Hanna Melnychuk 
Performance: Irina Maier
Ausstellungsdauer: 13. bis 21. Mai 2017

Weitere Ausstellungstermine im Überblick:

Eröffnung: Freitag, 26. Mai 2017, 19 Uhr
»Zwischenwelten«, Polina Grinberg und Paul Heyduck
Zur Ausstellung spricht Juyoung Paek
Performance: Irina Maier
Ausstellungsdauer: 27. Mai bis 4. Juni 2017

Eröffnung: Freitag, 9. Juni 2017, 19 Uhr
»Grenzschicht«, Hanna Melnychuk, Norbert Michno und Niloufar Shirani

Zur Ausstellung spricht Saskia Kaiser
Ausstellungsdauer: 10. bis 18. Juni 2017

Eröffnung: Freitag, 23. Juni 2017, 19 Uhr
»Honey, let’s talk about the corner«, Silvia Andrade und Lena Trost

Zur Ausstellung spricht Susanne Kunkel
Ausstellungsdauer: 24. Juni bis 2. Juli 2017

Eröffnung: Freitag, 7. Juli 2017, 19 Uhr
»You know, I don’t think so«, Juyoung Paek und Christian Schulz

Zur Ausstellung spricht Lena Trost
Ausstellungsdauer: 8. bis 16. Juli 2017

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems

Ausstellungsdauer: 13. Mai bis 16. Juli 2017
Öffnungszeiten: jeweils samstags und sonntags nach den Eröffnungen von 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

Pressebilder zum Download
Polina Grinberg, »Ohne Titel«, 2016, Zeichnungen, Mixed Media
Saskia Kaiser, »Kippel«, 2017, Glas, Holz, Beton
Christian Schulz, »Tisch«, 2016, Glas, Holz, Fotografie

 

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Konzert B.E.N.K »Farinellis Flug zu den Sternen«, Donnerstag, 20. April 2017, 19:30 Uhr

Die beliebte Konzertreihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge wird fortgesetzt mit einer äußerst ungewöhnlichen Instrumentenkombination: Violine, Marimbaphon und Klavier. In unterschiedlichen Duobesetzungen präsentieren Kristian Schwertner (Violine), Michael Zeller (Marimbaphon) und Ingrid Wendel (Klavier) am Donnerstag, dem 20. April 2017, eine große Zahl unterschiedlichster Kompositionen.

Eröffnet wird der Abend mit den Melodien op. 35bis von Serge Prokofieff, die in ihrer ursprünglichen Fassung als Lieder konzipiert waren und 1925 in Paris vom Komponisten für Violine und Klavier gesetzt wurden. Nur wenige Jahre später entstand die Violinsonate D-Dur des österreichisch-britischen Komponisten Hans Gál, dessen Werke auch heute immer noch eine Entdeckung wert sind.

Auch „Im Stile von Albéniz“ von Rodion Schtschedrin ist kein Werk, das im Original für Violine und Klavier entstand, sondern vom zwanzigjährigen Studenten im Jahr 1952 für Klavier solo komponiert wurde. Der Erfolg des originellen Stückes brachte es jedoch mit sich, dass der Komponist etliche Bearbeitungen für die unterschiedlichsten Melodieinstrumente mit Klavierbegleitung vorlegte. Ähnlich erging es Arvo Pärt mit seiner berühmten Komposition „Fratres“. Dieses Stück gehört zu Recht zu den bekanntesten und beliebtesten Werken des estländischen Komponisten, denn in ihm kommen alle jene musikalischen Elemente zusammen, die seinen sehr eigenen Personalstil prägen und die dazu führten, dass das Werk in unterschiedlichsten Besetzungen existiert. Auf Schloss Balmoral erklingt es in der Kombination von Violine und Marimbaphon.

Und es ist auch ein Werk für diese Besetzung, die den Titel des Abends geliefert hat: „Farinellis Flug zu den Sternen“. Eine Komposition des Schweizers Martin Wettstein über das berühmte „La Follia“-Thema, die ergänzt wird durch ein Duo für Marimbaphon und Klavier, das der deutsche Komponist Ulrich Schultheis mit dem spannenden Titel „Duell(tt)“ versehen hat.

Ähnlich wie der zweite B.E.N.K-Abend im Februar bietet auch dieses Konzert wieder eine Uraufführung. Wilfried Maria Danner hat zwei Stücke für Violine und Klavier geschrieben, die allein schon wegen ihrer Titel sehr neugierig machen. Mit „...plastik-melancholie…“ und „…like a rock-music…“ darf das Publikum wieder eine interessante Begegnung mit aktuellster Musik erwarten. 

Kristian Schwertner, Violine
Michael Zeller, Marimbaphon
Ingrid Wendel, Klavier

Serge Prokofieff

Fünf Melodien für Violine und Klavier op. 35bis
Hans Gál
Sonate für Violine und Klavier D-Dur
Rodion Schtschedrin
„Im Stile von Albéniz“ für Violine und Klavier
Arvo Pärt
Fratres für Violine und Marimbaphon
Ulrich Schultheiss
Duell(tt) für Marimbaphon und Klavier
Martin Wettstein
„La Follia (Farinellis Flug zu den Sternen)“ für Violine und Marimbaphon
Wilfried Maria Danner
„...plastik-melancholie…“ und „…like a rock-music…“ für Violine und Klavier (Uraufführungen)

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)

Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr    

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral

Pressefoto zum Download
Michael Zeller  ©Agnes Monka

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Bekanntgabe Stipendiatinnen und Stipendiaten 2017

13 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt und eine Kuratorin werden im kommenden Jahr mit einem Balmoral- oder Landesstipendium gefördert. Aus über 213 Bewerbungen hat eine Fachjury die Künstlerinnen und Künstler unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungsfähigkeit ihrer künstlerischen Arbeit ausgewählt. Ein Teil der Stipendiatinnen und Stipendiaten erhält die Möglichkeit, direkt im Künstlerhaus in Bad Ems zu leben und zu arbeiten. Die anderen Künstlerinnen und Künstler erhalten Projekt-, Auslands- und Austauschstipendien.

Die sieben Anwesenheitsstipendiatinnen und –stipendiaten werden ab Juni 2017 im Künstlerhaus Schloss Balmoral zum Medium »Keramische Plastik« begrüßt. Dabei versteht sich keramische Plastik nicht ausschließlich als modellierter und gebrannter Ton. Vielmehr steht das formale und konzeptuelle Ausloten der Grenzen und Möglichkeiten in den verschiedenen künstlerischen Gattungen im Vordergrund.

Die dreimonatigen Aufenthaltsstipendien erhalten Yvonne Roeb (*1976 in Frankfurt am Main) und Daniel Wetzelberger (*1981 in Bad Radkersburg, Österreich). Yvonne Roeb ist Bildhauerin. Keramik und Porzellan kombiniert sie in ihren Arbeiten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien. Während ihres Stipendiums möchte sie eine Serie von Keramiken herstellen, die mit Neon- und Fluoreszentpigmenten angereichert sind. Daniel Wetzelberger schafft raumgreifende und ortsbezogene Arbeiten wie auch minimalistische plastische Objekte und Zeichnungen, die auf einem konzeptuellen Ansatz basieren. Das Stipendium möchte er dazu nutzen, um die experimentellen Möglichkeiten keramischer Materialien auszuloten.

Vier neunmonatige Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral werden an folgende Künstlerinnen und Künstler verliehen: Antje Guenther (* in Rostock), Alfons Knogl (*1976 in Deggendorf), Emily Hunt (*1981 in Sydney) und Lambert Mousseka (*1976 in Kananga, Demokratische Republik Kongo). Anje Guenther arbeitet mit Fotografie, konzeptueller Keramik und Text. Während ihres Stipendiums möchte sie ein Projekt entwickeln, das sich mit künstlicher Intelligenz sowie mit deren möglichen Auswirkung für zukünftige Zivilisationen auseinandersetzt. Alfons Kogl ist Bildhauer. In seinen Arbeiten kombiniert er natürliche Materialien und Baustoffe mit synthetischen Materialien und vorgefertigten Objekten. Für seinen Aufenthalt im Künstlerhaus plant er, mit Tonplatten zu arbeiten und mit Glasuren zu experimentieren. Die künstlerische Praxis von Emily Hunt umfasst Malerei, Druckgrafik, Keramik und Skulptur. In ihren oftmals großformatigen Skulpturen verbindet sie unterschiedliche Materialien wie Keramik, Gips und gefundene Objekte zu wuchernden Fantasielandschaften. Lambert Mousseka arbeitet mit Performance, Video, Skulpturen und Installationen. In seinen Werken beschäftigt er sich mit Ritualen und Gesten, die in religiösen Zeremonien eine wichtige Rolle spielen. Während seines Stipendiums möchte er Kontakt zu verschiedenen Glaubensgemeinschaften rund um Bad Ems aufnehmen und neue Performances und Videoarbeiten entwickeln, die sich mit deren Ritualen auseinandersetzen.

Die Stipendien für rheinland-pfälzische Künstlerinnen und Künstler sind hinsichtlich des Mediums offen: Emma Adler (*1980 in Saarburg), die das sechsmonatige Stipendium für New York erhält, beschäftigt sich in ihren konzeptuellen, zumeist installativen, multimedialen Arbeiten mit Fragen nach Original und Kopie, Fälschung und Fake. Während ihres Stipendiums möchte sie anknüpfend an ihre Auseinandersetzung mit dem skurrilen Musikinstrument Theremin, dessen Erfinder selbst in New York gelebt hat, eine neue Arbeit entwickeln. Maria Kropfitsch (*1976 in Germersheim am Rhein) wird für ein halbes Jahr in Paris ihre malerische Praxis weiterentwickeln. In ihren Gemälden lotet sie den Grad zwischen Verdichtung und Auflösung sowie den Bezug zwischen Figur und Hintergrund aus. Das zweite Stipendium für Paris wurde Berit Jäger (*1971 in Bergen auf Rügen) verliehen. In ihren Video-Installationen und Fotografien thematisiert sie gesellschaftliche Zwänge. Für ihren Aufenthalt in Paris plant sie eine Video-Installation, die sich mit der Rolle der Frau in einer multikulturellen Gesellschaft auseinandersetzt. Claudia Schmitz (*1975 in Mainz) wird drei Monate in Südkorea verbringen, wo sie ein Projekt weiterentwickeln möchte, das sie bereits in Berlin und New York realisiert hat. Für ihre Video-Installationen im öffentlichen Raum verwendet sie gefundene Plastiktüten, die als Projektionsflächen für ihre Videos dienen. In ihren Arbeiten erforscht sie sozio-urbane Strukturen und hinterfragt Themen wie Verschwendung, Reichtum und Privilegien. Fabian Knöbl (*1981 in Kirchheimbolanden) erhält ein Stipendium für das brandenburgische Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Seine Arbeit umfasst Artzines, Skulptur und Zeichnung. Während seines Stipendiums möchte er ausgehend von seinem Aufenthalt im Schloss Wiepersdorf ein Artzine mit Zeichnungen anfertigen.

Die beiden sechsmonatigen Projektstipendien wurden an Ingo Bracke (*1972 in Bad Neuenahr-Ahrweiler) und Elmar Hermann (*1978 in Neuwied) vergeben. Ingo Bracke ist Installationskünstler, Bühnenbildner, Regisseur, Licht- und Videodesigner. Anknüpfend an seine kulturgeschichtliche Auseinandersetzung mit dem Loreley-Felsen plant er eine klangräumliche Untersuchung der Topografie des Rheintales im Bereich der Loreley. Die künstlerische Praxis von Elmar Hermann umfasst Installation, Skulptur, Zeichnung, Text, Performance, kollektive Projekte und Ausstellungskonzepte. Im Rahmen seines Stipendiums möchte er ortspezifische Installationen für die verschiedenen Gebäude der historischen Gießhütte in Sayn entwickeln. 

Olga Vostretsova (*1980 in Nowosibirsk, Russland) erhält das neunmonatige Kuratorenstipendium im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Die Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin gründete 2014 den Verein Bükü – Büro für kulturelle Übersetzungen, der Veranstaltungen, Residenzen und Ausstellungen organisiert. Seit 2015 unterrichtet sie am Institut für Kunstgeschichte an der Universität in Leipzig. Im letzten Monat des Stipendienaufenthalts wird sie die Abschlussausstellung mit allen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Jahrgangs 2017 in den historischen Räumen des Arp Museums Bahnhof Rolandseck realisieren.

Die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien wird von einer unabhängigen Fachjury getroffen, bestehend aus Kunstexpertinnen und -experten, die verschiedene künstlerische Berufsgruppen vertreten. Für die Balmoral- und Landesstipendien 2017 lagen der Jury insgesamt 213 gültige Bewerbungen aus aller Welt vor. Besonders zahlreich haben sich wieder Künstlerinnen und Künstler für die internationalen Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral beworben. Dies bestätigt die Attraktivität der Konzentration auf jeweils nur eine Gattung oder ein Thema hinsichtlich der Balmoral-Stipendien – eine Ausrichtung, die seit 2013 besteht. 

Die Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien für 2018 erfolgt Anfang Mai 2017.

Pressefoto zum Download
Emily Hunt, »Doctrine of Eternal Recurrence«, 2015
Installationsansicht The Commercial Gallery, Sydney 

 

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Konzert B.E.N.K »La Mandragore«, Dienstag, 21. Februar 2017, 19:30 Uhr

Nachdem der Pianist Benoît Gagnon das Publikum mit einer Aufführung des „Makrokosmos“ von George Crumb im Mai 2015 bereits begeistern konnte, lag es nahe, ihn erneut einzuladen. Im zweiten B.E.N.K-Konzert am Dienstag, dem 21. Februar 2017, wird er wieder ein Soloprogramm vorstellen, das sich durch seine sorgfältige Zusammenstellung genauso auszeichnet wie durch seine hohe spielerische Virtuosität. An diesem Abend nimmt Benoît Gagnon die Zuhörer mit in die Welt der mystischen, geheimnisvollen und spirituellen Klänge.

Bereits Alexander Skrjabin setzte in seiner Sonate Nr. 9 aus dem Jahr 1913, die den Untertitel „Schwarze Messe“ trägt, sein Ideal eines mystischen Gesamtkunstwerkes in Töne um, die durch die Verbindung von künstlerischen, theologischen und philosophischen Ideen zu einem Ganzen werden sollten, das laut Aussage des Komponisten seine Berührung mit dem Satanischen darstellt.

Der Komponist und Pianist Fabio Grassi wurde im italienischen Vercelli geboren und erlebte seinen Durchbruch als Komponist im Jahr 1996, als er den „Alberto Ginastera Kompositionswettbewerb“ in Buenos Aires gewann. Seither schrieb er eine Vielzahl von Kompositionen für sein Instrument, das Klavier. So auch die Fantasie „Veni Creator Spiritus“ aus dem Jahr 2012. Und bereits im Titel dieses Werks ist durch den Bezug zum mittelalterlichen Pfingsthymnus deutlich zu erkennen, dass dem Komponisten durchaus an einer geistig-spirituellen Durchdringung seines Stückes gelegen ist. Aber es geht ihm eben nicht nur um diesen Aspekt, sondern genauso wichtig sind ihm beispielsweise die Komponenten Wind, Atem oder die sogenannten „Geister der Luft“. All dies hat er in einem faszinierenden Klavierstück zusammengeführt.

Tristan Murail beschwört in seinem Werk „La Mandragore“ den Zauber und die Kraft der mediterranen Alraune. Dieser Pflanze setzte er in dem Stück von 1993 mit seinen ostinaten Rhythmen und den damit einhergehenden farbigen Akkorden ein magisches Denkmal voller klanglicher Raffinesse. 

Beim nächsten Komponisten stellt sich bereits bei der Nennung seines Namens für viele das erste Rätsel, denn wer war Giacinto Scelsi? Der Name und seine Werke sind heutzutage selbstverständlich keine unbekannten Größen mehr, aber Zeit seines Lebens hat sich der 1988 in Rom gestorbene Komponist darum bemüht, möglichst wenige Details über sich in die Öffentlichkeit zu lassen. Grob zusammengefasst und mit allen notwendigen Vorbehalten geht die Musikwelt mittlerweile davon aus, dass er aus süditalienischem Adel stammte, in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts als Dandy und Lebenskünstler in Paris und London lebte, nach einer mehrjährigen persönlichen Krise seit 1952 in Rom zuhause war und ab diesem Zeitpunkt seine wichtigsten Werke schrieb. Seine Kompositionen fanden zunächst wenig Resonanz und erst in den 1980er Jahren kam es vermehrt zu Aufführungen seiner Stücke. Giacinto Scelsi hatte einen durchaus als eigen zu bezeichnenden Kompositionsstil, der seiner Vorstellung von sphärischen, meditativen Klangwelten entgegenkam. Ganz in diesem Sinne dürfte seine Sonate Nr. 3 gesehen werden.

Eines der Highlights dieses Abends ist die Uraufführung einer Klavierkomposition des aktuellen Balmoral-Stipendiaten William Engelen. Damit wird es erstmalig zu einer direkten, hörbaren Verbindung von Schloss Balmoral und der gemeinsam mit der Rheinischen Philharmonie durchgeführten Konzertreihe kommen. Von Juni 2016 bis Februar 2017 arbeitet der 1964 geborene Künstler und Komponist William Engelen im Künstlerhaus Schloss Balmoral.

Benoît Gagnon, Klavier

Alexander Skrjabin

Sonate Nr. 9 op. 68 „Schwarze Messe“
Fabio Grasso
Fantasia „Veni Creator Spiritus“
Tristan Murail
La Mandragore
William Engelen
Ein Werk für Klavier (Uraufführung)
Giacinto Scelsi
Sonate Nr. 3

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr 

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral.

Pressefoto zum Download:
Benoît Gagnon
© Fotostudio Klein, Koblenz
 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral« William Engelen | Dagmara Genda | Christian Pilz, Freitag, 27. Januar 2017, 19 Uhr

In der letzten Ausstellungseröffnung der Stipendiatinnen und Stipendiaten 2016 im »Made in Balmoral« sind Arbeiten von William Engelen, Dagmara Genda und Christian Pilz zu sehen, die seit Juni 2016 für neun Monate im Schloss Balmoral leben und arbeiten. Für den Stipendiatenjahrgang 2016 liegt der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit im Medium Zeichnung. Ob als eigenständiges Ausdrucksmittel oder in Korrespondenz mit anderen Medien und Techniken – ein Blick auf die künstlerischen Werke der diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten bezeugt auf eindrucksvolle Weise, dass Experimentierfreude und Lebendigkeit das Medium charakterisieren. William Engelen, Dagmara Genda und Christian Pilz zeigen Werke, die während ihrer Zeit in Bad Ems entstanden sind.

Die künstlerische Praxis von William Engelen (1964 geboren in Weert, Niederlande, lebt und arbeitet in Berlin und Rotterdam) pendelt zwischen Bildender Kunst und Musik. Seine Kompositionen und deren Umsetzung entwickelt er stets in Relation zu vorgefundenen Orten und Räumen und ausgehend von alltäglichen Situationen. Mit seinen Werken lotet er die Beziehungen zwischen Sichtbarem, Hörbarem und dem Raum aus. Statt auf traditionelle Kompositionstechniken und -systeme zurückzugreifen, bezieht Engelen außermusikalische Parameter sowie Zufallsverfahren in seine Arbeiten ein. So entwickelt er beispielsweise grafische Aufzeichnungssysteme, die es den Musikern erlauben, nach bestimmten Regeln selbst durch die Partitur zu navigieren und somit den Verlauf und den Klang einer Komposition mitzubestimmen.

Dagmara Genda (1981 geboren in Koszalin, Polen, lebt und arbeitet in Guelph, Kanada und Berlin) verbindet in ihrer künstlerischen Praxis eine Vielzahl unterschiedlicher Medien wie Zeichnung, Malerei, Fotografie und Installation. Sie zeichnet gefundene Bilder aus Büchern und dem Internet nach und greift dabei auf analoge und digitale Zeichentechniken zurück. Ihre geschickt arrangierten Bildelemente verbindet sie durch gestische Pinselstriche zu multiperspektivischen, undurchdringlichen Kompositionen. Für Genda ist das Nachzeichnen eine Methode, um sich Themen oder Räume anzueignen. Während ihres Aufenthaltes im Künstlerhaus zeichnete Genda die Struktur einer Wand in ihrem Atelier nach und machte damit die Spuren, die dem Raum eingeschrieben sind, auf poetische Weise sichtbar.

In seinen Bleistiftzeichnungen auf Papier entwirft Christian Pilz (1978 geboren in Ascot, Großbritannien, lebt und arbeitet in Berlin) labyrinthische Konstruktionen, komplexe Architekturen und wuchernde Strukturen. Sie lassen an utopische Stadtansichten, fiktive Landkarten und kosmische Gebilde denken. Seine dynamischen Raumgeflechte basieren auf hauchfeinen Linien, winzigen geometrischen Körpern oder dichten Strichflächen. Sie wachsen über das ganze Blatt oder schweben frei auf weißem Grund. Ihrer Sogwirkung können wir uns nur schwer entziehen und es scheint, als könnten wir uns in den verschachtelten Räumen jederzeit verlieren. So sind wir eingeladen, Christian Pilz` präzise ausgearbeiteten Bildwelten visuell abzutasten und uns stets aufs Neue einen Weg durch die verschlungenen Netzwerke zu bahnen.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 28. Januar bis 23. April 2017
Öffnungszeiten: Samstag, 28. und Sonntag, 29. Januar, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V.

Pressebilder zum Download
William Engelen, »Blick aus meinem Studio, 01.12.2016, 10:20 Uhr«
Dagmara Genda, »Raufaser« (Detail), 2016, in situ-Wandzeichnung im Atelier
Christian Pilz, »Ohne Titel« (Detail), 2016, Bleistift auf Papier, 32 x 24 cm

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Konzert B.E.N.K »Dona nobis pacem«, Dienstag, 15. November 2016, 19:30 Uhr

Auch im ersten Konzert der Reihe B.E.N.K - Bad Emser Neue Klänge der Spielzeit 2016/17 nehmen die Musiker ihre Zuschauer mit auf eine Reise durch die musikalische Moderne. Am Abend des 15. November erwartet Sie eine musikalische Darbietung der besonderen Art. Unter der Aufforderung Dona nobis pacem (lat. „Gib uns Frieden“) wird nicht nur der Weg zur gleichnamigen Komposition von Galina Ustwolskaja geebnet, sondern ebenfalls verdeutlicht, dass der Weg zum Frieden nicht immer ein harmonischer ist.

Von Francis Poulenc und Paul Hindemith über Kyoko Nishiyama und Toru Takemitsu gelangen die drei Instrumentalisten zum Höhepunkt und Namensgeber des Abends - Dona nobis pacem. Dabei begeben sie sich auf eine mitreißende Berg- und Talfahrt zwischen wohlklingender Konsonanz und plötzlicher, scharfer Dissonanz, die eine musikalische und somit emotionale Rastlosigkeit erzeugt, die ihresgleichen sucht. Und doch klingt Galina Ustwolskajas Stück am Ende der Reise nicht nach dem angestrebten Frieden, sondern vielmehr nach einem Höhepunkt des steinigen Weges zu selbigem. Ist hier der Weg einmal mehr das Ziel?

Birgit Salzwedel
, Flöte und Piccolo
Michael Engl, Tuba
Megumi Hashiba, Klavier

Francis Poulenc 
Sonate für Flöte und Klavier
Francis Poulenc 
Drei Noveletten für Klavier
Paul Hindemith
Sonate für Tuba und Klavier
Kyoko Nishiyama
„Hamikoku ryusha“ für Klavier
Toru Takemitsu
„Les yeux clos II“ für Klavier
Galina Ustwolskaja
Komposition Nr. 1 für Piccoloflöte, Tuba und Klavier „Dona nobis pacem“

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr  

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral.

Pressebild zum Download
Copyright Esther Vogt-Waldorf

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral« Anne Gathmann | Gabriela Oberkofler | Ralf Ziervogel, Freitag, 18. November 2016, 19 Uhr

In der zweiten Ausstellung der Stipendiatinnen und Stipendiaten 2016 im »Made in Balmoral« sind Arbeiten von Anne Gathmann, Gabriela Oberkofler und Ralf Ziervogel zu sehen. Die beiden Künstlerinnen und der Künstler leben und arbeiten seit Mitte September 2016 für drei Monate im Schloss Balmoral. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit im Medium Zeichnung. Ob als eigenständiges Ausdrucksmittel oder in Korrespondenz mit anderen Medien und Techniken – ein Blick auf die künstlerischen Werke der diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten bezeugt auf eindrucksvolle Weise, dass Experimentierfreude und Lebendigkeit das Medium charakterisieren. Anne Gathmann, Gabriela Oberkofler und Ralf Ziervogel zeigen Werke, die während ihrer Zeit in Bad Ems entstanden sind.

In ihren medienübergreifenden, teils ortsspezifischen Arbeiten beschäftigt sich Anne Gathmann (1973 in Remscheid geboren, lebt und arbeitet in Berlin) mit dem Verhältnis zwischen subjektivem innerem Raum und äußerem Raum. In Anordnungen aus Projektionen, Glas, Holz, Gips und Papier thematisiert sie Formen des Vorhandenseins und setzt sie ins Spannungsfeld zum Nicht-Sichtbaren und Unbenennbaren. Bezugnehmend auf vorgefundene räumliche und architektonische Gegebenheiten konzipierte Gathmann zuletzt verschiedene Raumzeichnungen aus Glas. Mit Linien versehene Glasflächen arrangiert sie zu räumlichen Strukturen. Durch die Transparenz der Glasflächen sind die Linien aus verschiedenen Perspektiven sichtbar, sodass die Raumzeichungen durch die Bewegung des Betrachters animiert werden.

Für Gabriela Oberkofler (1975 in Bozen/Italien geboren, lebt und arbeitet in Stuttgart) ist das Zeichnen tägliche Praxis und eine Form des Nachdenkens. Vom Blatt überführt Oberkofler ihre Filzstift-, Aquarell- und Tuschezeichnungen ins Dreidimensionale, indem sie raumgreifende Installationen entwickelt. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Natur- und Kulturräumen und thematisiert das ambivalente Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Tier. Die Motivwelt ihrer Zeichnungen umfasst Tiere, Pflanzen und architektonische Elemente, wobei Oberkofler sich zumeist auf bestimmte Ausschnitte und Details konzentriert. Der großflächige Weißraum auf den Blättern lässt die Motive trotz ihrer figürlichen Präsenz wie Fragmente erscheinen – herausgelöst aus räumlich und zeitlich nachvollziehbaren Zusammenhängen.

Ralf Ziervogel (1975 geboren in Clausthal-Zellerfeld, lebt und arbeitet in Berlin) hat in den vergangenen Jahren ein vielseitiges grafisches Werk geschaffen – von den frühen großformatigen Tintenzeichnungen mit ihren malträtierten und sich auflösenden Körpern bis hin zu den neuesten, an abstrakte Kompositionen erinnernden Körperabdrücken mit miniskuler Schrift. Seine Motive entwirft er auf raumgreifenden Papierbahnen, aber auch handflächengroß auf kleinformatigen Blättern, immer in Schwarzweiß. Trotz der detailvoll ausgearbeiteten Szenarien folgen Ziervogels umfangreiche Serien keiner chronologischen Erzählung, vielmehr scheint er Kartographien des menschlichen Charakters zu entwerfen, gespeist aus Beobachtungen der gegenwärtigen Gesellschaft und der Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 19. November 2016 bis 15. Januar 2017Öffnungszeiten: Samstag, 19. und Sonntag, 20. November, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung 

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V. 


Pressebilder zum Download
Anne Gathmann, »Rendering«, 2016, Entwurfszeichnung, Bleistift auf Papier
Gabriela Oberkofler, »Ich versuche zu joggen«, 2016, Aquarell auf Papier
Ralf Ziervogel, »Disorder Prelude II«, 2016, Gouache und Tinte auf Papier

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»Zeichnen im Raum«, Vortrag von Dr. Fritz Emslander, Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19 Uhr

Am Mittwoch, dem 26. Oktober 2016 um 19 Uhr findet ein Vortrag von Dr. Fritz Emslander im Künstlerhaus Schloss Balmoral statt. Der Schwerpunkt des diesjährigen Stipendiatenjahrgangs liegt im Medium Zeichnung. Dabei versteht sich Zeichnung nicht ausschließlich als ›Grafit auf Papier‹, sondern es werden unter Verwendung unterschiedlichster Materialien, Techniken und Bildträger die vielfältigen formalen und konzeptuellen Möglichkeiten des Mediums ausgelotet. In seinem Vortrag widmet sich Fritz Emslander den Erweiterungen der Zeichnung ins Dreidimensionale und stellt beispielhaft einige der letzten Ausstellungen in der Grafiketage des Museums Morsbroich vor.

Mit Dr. Fritz Emslander hat das Künstlerhaus einen der besten Kenner des zeitgenössischen zeichnerischen Kunstschaffens eingeladen. In zahlreichen Ausstellungen und Publikationen stellte er eine Vielzahl internationaler, experimenteller Positionen aus dem Bereich der grafischen Kunst vor. 2004 kuratierte er die Gruppenausstellung »Gegen den Strich. Neue Formen der Zeichnung«, die zum ersten Mal einen Überblick über die neuen Formen der Zeichnung von den 1990er Jahren bis heute präsentierte.

Fritz Emslander, geboren 1967 in Regensburg, ist seit 2009 stellvertretender Direktor und Kurator Grafische Sammlung und Fluxus am Museum Morsbroich, Leverkusen. 1995 schloss er sein Studium der Kunstgeschichte, Romanistik und Europäischen Kulturwissenschaften an den Universitäten Regensburg, London und Hamburg ab und promovierte im Jahr 2000 an der Universität Hamburg. Er kuratierte diverse Einzelpräsentationen (beispielsweise »Blinky Palermo«, 2014 und »Fred Sandback«, 2011) und Themenausstellungen (»Jäger & Sammler in der zeitgenössischen Kunst«, 2014 und »Schnitte im Raum. Skulpturale Collagen«, 2011). Von 2000 bis 2009 war er Kurator und stellvertretender Leiter der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, von 1995 bis 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator am Kunsthaus Hamburg.

Der Eintritt ist frei.

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Danja Erni | Rayeon Kim | David Semper, Freitag, 19. August 2016, 19 Uhr

In der ersten Ausstellung der Stipendiatinnen und Stipendiaten 2016 im »Made in Balmoral« sind Arbeiten von Danja Erni, Rayeon Kim und David Semper zu sehen. Die beiden Künstlerinnen und der Künstler leben und arbeiten seit Juni 2016 für drei Monate im Schloss Balmoral. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit im Medium Zeichnung. Dabei versteht sich Zeichnung nicht ausschließlich als ›Grafit auf Papier‹, sondern es werden die vielfältigen formalen und konzeptuellen Möglichkeiten der Gattung ausgelotet. Danja Erni, Rayeon Kim und David Semper zeigen Werke, die während ihrer Zeit in Bad Ems entstanden sind.

Die künstlerische Praxis von Danja Erni (*1977 in Baden, Schweiz, lebt und arbeitet in Berlin) bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Vermittlung und Forschung. In kollaborativen Projekten untersucht sie Wissensformen sowie Methoden zu deren Aneignung und Vermittlung. Während ihres Stipendiums hat sie einen offenen Zeichenstammtisch initiiert, an dem verschiedene Personen aus Bad Ems und der Region teilgenommen haben. Bei diesen Begegnungen diente das kollektive und individuelle Zeichnen der Notation und dem Austausch von persönlichen Erzählungen und Erinnerungen sowie von Geschichten über den Ort und seine Bewohner.

Rayeon Kim (*1989 in Seoul, lebt und arbeitet in Seoul), Austauschstipendiatin aus Südkorea, beschäftigt sich in ihren Werken mit Urbanisierung, Gentrifizierung und Stadtentwicklung und deren wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Folgen. In Gemälden, Zeichnungen, Videos und Fotografien thematisiert Kim den sozioökonomischen Strukturwandel ihrer Heimatstadt Seoul und entwirft Ideen einer möglichen Umgestaltung und Umnutzung landschaftlicher und urbaner Räume. Während ihres Stipendiums erkundete Kim die Umgebung rund um Bad Ems und knüpft dabei an frühere Projekte an, in denen sie sich mit einheimischen Pflanzen sowie mit dem öffentlichen Raum als temporärem Ausstellungsraum beschäftigt.

David Semper (*1980 in Wuppertal, lebt und arbeitet in Neuss) setzt sich in seinen Arbeiten mit vorgefundenen Räumen und Objekten auseinander und beschäftigt sich mit deren Geschichte, Funktion und materiellen Eigenschaften. In Bad Ems unternahm Semper Streifzüge durch seine unmittelbare Umgebung und eignete sich dabei unterschiedliche Dinge an, die ihm als Ausgangsmaterial dienen. Die Auseinandersetzung mit spezifischen Materialqualitäten wie Farbe, Form und Oberflächenstruktur bildet den Ausgangspunkt für seine künstlerischen Eingriffe, bei denen er Werkstoffe aus verschiedenen Verwendungsbereichen miteinander verknüpft. Dabei kommen Verfahrensweisen zum Einsatz, mit denen Semper traditionelle kunsthandwerkliche Techniken aufgreift. Auf raffinierte und eigensinnige Weise verbindet Semper in seinen Arbeiten Elemente der Zeichnung und Skulptur und unterläuft bewusst klassische Gattungsgrenzen.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 20. August bis 6. November 2016
Öffnungszeiten: Samstag, 20. und Sonntag, 21. August, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung 

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V.

Pressebilder zum Download:
Danja Erni mit E.A und H.A., »Zeichenstammtisch no 4, Bad Ems« (Ausschnitt), 2016
Rayeon Kim, »At the moment IV«, Dokumentation einer ortsspezifischen Performance, Bad Ems, 2016 
David Semper, »RUINE (#1)«, 2016

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Zeichenworkshop mit Danja Erni, »Made in Balmoral«, 19./20./27./28. Juli 2016

Im Juli und August 2016 findet ein Zeichenstammtisch im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 in Bad Ems statt.

Dienstag, 19. Juli von 14 - 16 Uhr
Mittwoch, 20. Juli von 10 - 12 Uhr
Mittwoch, 27. Juli von 14 - 16 Uhr
Donnerstag, 28. Juli von 10 - 12 Uhr


Unsere aktuelle Stipendiatin Danja Erni lädt dazu ein, sich beim Zeichnen über die Bilder in unseren Köpfen auszutauschen und gemeinsam neue zu erfinden.

Der Zeichenstammtisch ist gleichermaßen Ort der Begegnung und der Auseinandersetzung mit Anderen. Vor allem aber ist er ein Experiment.

Interessierte Mitzeichnerinnen und Mitzeichner kommen spontan vorbei oder melden sich bei danjaerni@hotmail.com an. 

Die Augusttermine folgen in Kürze.

Pressefoto zum Download: Zeichenstammtisch

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems, Freitag, 8. Juli 2016, 19 Uhr

Caroline Kleine

Die Einzelausstellung von Caroline Kleine bildet den Abschluss der dreiteiligen Ausstellungsreihe, die im Rahmen des Kooperationsprojekts mit der Kunsthochschule Mainz stattfindet. Von April bis Ende Juli 2016 stellt das Künstlerhaus den Ausstellungsraum „Made in Balmoral“ erstmals einer Auswahl von Studierenden zur Verfügung. Mit Lisa Gehrig, Anette Kaiser und Caroline Kleine wurden drei junge Nachwuchskünstlerinnen aus verschiedenen Künstlerklassen zu unmittelbar aufeinanderfolgenden Einzelausstellungen eingeladen. Ihre Beiträge versprechen erfrischende und vielgestaltige künstlerische Experimente auf Gebieten der Malerei, der Installations- und Medienkunst.

Caroline Kleine (*1989 in Bergisch Gladbach) untersucht, hinterfragt und verändert die Funktionsweisen elektronischer Steuerungselemente. So verleiht sie dem allseits bekannten Bildschirm-Mauszeiger durch Neuprogrammierung ein ihm bislang wesensfremdes Eigenleben, das ihn als kolossales Bildsymbol oder in Form komplexer Choreographien (inter)agieren lässt.

Zur Eröffnung spricht der Kurator Dr. Justus Jonas, Kunsthochschule Mainz

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 9. bis 31. Juli 2016
Öffnungszeiten: Samstag, 9. und Sonntag, 10. Juli, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

Pressebild zum Download: 
Caroline Kleine, »Ritus 2.0« (Ausschnitt), 2014 © Caroline Kleine
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben)  

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Sommerfest | Begrüßung der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten zum Thema „Zeichnung heute“, Samstag, 18. Juni 2016, ab 17 Uhr

PROGRAMM

Willkommen
Sektbegrüßung des Fördervereins Balmoral 03 e. V.

Dr. Oliver Kornhoff
künstlerischer Leiter Schloss Balmoral 

Dr. Ariane Fellbach-Stein
Referentin für Bildende Kunst des Landes Rheinland-Pfalz

Guido Lotz
Vorsitzender Förderverein Balmoral 03 e. V.

18 – 19 Uhr     Offene Ateliers
ab 18 Uhr        Essen, Trinken und Gespräche
ab 18.30 Uhr    Live-Musik »Die Wandermusikanten«
19.30 Uhr        Schloss-Führung mit Annegret Werner-Scholz 

Der Eintritt ist frei.

Pressefoto zum Download: 
William Engelen, »45bpm«, 2015, Partitur für 8 Perkussionisten (Detail)
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Veranstaltung bei Nennung der Copyrightangaben)  

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems, Freitag, 3. Juni 2016, 19 Uhr

Anette Kaiser

Die Einzelausstellung von Anette Kaiser ist die zweite Präsentation im Rahmen des Kooperationsprojekts mit der Kunsthochschule Mainz. Von April bis Ende Juli 2016 stellt das Künstlerhaus den Ausstellungsraum „Made in Balmoral“ erstmals einer Auswahl von Studierenden zur Verfügung. Mit Lisa Gehrig, Anette Kaiser und Caroline Kleine wurden drei junge Nachwuchskünstlerinnen aus verschiedenen Künstlerklassen zu unmittelbar aufeinanderfolgenden Einzelausstellungen eingeladen. Ihre Beiträge versprechen erfrischende und vielgestaltige künstlerische Experimente auf Gebieten der Malerei, der Installations- und Medienkunst.

Anette Kaiser (*1989 in Kattowitz, Polen) lässt sich in ihrer Malerei auf Leinwand und Papier ganz von intuitiver Auseinandersetzung mit Realität, Umgebung und persönlichem Alltag leiten. Ihre unmittelbare Reaktion auf gesehene und empfundene Wirklichkeit, die auch in ihren abstraktesten Sujets stets spürbar bleibt, wie ebenso ihr prozessbetonter Umgang mit den malerischen Mitteln, treibt insbesondere die Wiedergabe von Antlitz und Figur zu mitunter skurrilen Blüten.

Zur Eröffnung spricht der Kurator Dr. Justus Jonas, Kunsthochschule Mainz

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 4. Juni bis 3. Juli 2016 

Öffnungszeiten: Samstag, 4. und Sonntag, 5. Juni, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

Pressebild zum Download:

Anette Kaiser, »o. T.« (Ausschnitt), 2015 © Anette Kaiser
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben)  

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Mittwoch, 25. Mai 2016, 19:30 Uhr - Konzert B.E.N.K - Bad Emser Neue Klänge, Künstlerhaus Schloss Balmoral

»24 Hours Sax«

Simply Reed

Bevor es in die Sommerpause geht, laden »Simply Reed« mit dem vierten Konzert der Spielzeit ein zu einer Reise durch die zeitgenössische Literatur für Saxophon. Dieses Instrument, das heute eher in Jazz- und Popmusik gebräuchlich ist, hatte historisch aber immer wieder Berührungspunkte mit der Klassischen Musik.

Das Programm beginnt mit den »Sechs Bagatellen« von György Ligeti. Sie sind eines der wenigen Stücke, die Ligeti bei seiner hastigen Flucht aus Ungarn im Jahre 1956 nach Wien bringen konnte. Lange war dieses Werk Musik in Ungarn als „zu dissonant“ verboten. Heute gelten die »Bagatellen« mit ihrer verspielten und einfallsreichen Tonsprache als Klassiker der modernen Bläsermusik. 

Der amerikanische Komponist Michael Nyman erlebte seinen Befreiungsschlag in den Siebziger Jahren, als er zum ersten Mal in Kontakt mit den Pionieren der Minimal Music kam. Er kombiniert musikgeschichtliche Zitate, avantgardistische Form und Eingängigkeit. Auch seine »Songs for Tony« und sein »24 Hour Sax Quartet« sind deutlich hörbar durch den Anspruch geprägt, moderne und schöne Musik zu schreiben. 

Im Anschluss stellen die Musiker eine Komposition des Kölners Heiner Wiberny vor, der lange Jahre der Leadsaxophonist in der WDR Bigband war und noch immer Honorarprofessor für Komposition an der Musikhochschule Köln ist. »Two Scorpions in love« ist seinem Sohn und dessen Freundin gewidmet, die beide im Sternzeichen Skorpion geboren sind: eine heitere und eingängige Musik, nicht immer ganz harmonisch, eben wie im richtigen Leben. 

Der Abend endet mit dem berührenden »Saxophone Quartet« von Philip Glass, einem der wichtigsten Vertreter der Minimal Music, der in diesem Werk die ganze technische und emotionale Ausdrucksvielfalt des Saxophons ausschöpft. 

Christoph Herche, Sopransaxophon
Alexandra von Hammel-Herche
, Altsaxophon
Christian Gansemer
, Tenorsaxophon
Frank Timpe
, Baritonsaxophon 

György Ligeti
Sechs Bagatellen
Arr.: Guillaume Bourgogne
Michael Nyman
Songs for Tony
Michael Nyman

24 Hour Sax Quartet
Heiner Wiberny
Two Scorpions in Love
Philip Glass
Saxophone Quartet 

Karten (12,- € / ermäßigt 8,- €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19 Uhr 

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie 

Pressefoto zum Download: Simply Reed, Foto: privat
(frei zur Berichterstattung über das entsprechende Konzert)

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems, Freitag, 29. April 2016, 19 Uhr

Lisa Gehrig
bis 29. Mai 

Anette Kaiser
Eröffnung am 3. Juni, 19 Uhr, bis 3. Juli

Caroline Kleine
Eröffnung am 8. Juli, 19 Uhr, bis 31. Juli 

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts stellt das Künstlerhaus den Ausstellungsraum „Made in Balmoral“ erstmals einer Auswahl von Studierenden der Kunsthochschule Mainz zur Verfügung. Mit Lisa Gehrig, Anette Kaiser und Caroline Kleine wurden drei junge Nachwuchskünstlerinnen aus verschiedenen Künstlerklassen zu unmittelbar aufeinanderfolgenden Einzelausstellungen eingeladen. Ihre Beiträge versprechen erfrischende und vielgestaltige künstlerische Experimente auf Gebieten der Malerei, der Installations- und Medienkunst.  

Zur Eröffnung am Freitag, dem 29. April um 19 Uhr sprechen Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter Schloss Balmoral, Prof. Dieter Kiessling, Rektor Kunsthochschule Mainz und Dr. Justus Jonas, Kurator. 

Pressebilder zum Download:
Lisa Gehrig, »Prozeduration« (Ausschnitt), 2016 © Lisa Gehrig
Anette Kaiser, »o. T.« (Ausschnitt), 2015 © Anette Kaiser
Caroline Kleine, »Ritus 2.0« (Ausschnitt), 2014 © Caroline Kleine

(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben)    

Lisa Gehrig (*1989 in Karlsruhe) tritt meist selbst als Akteurin ihrer performativen Videoarbeiten auf. Fast immer spielt Polychromie eine beherrschende Rolle, sei es in Gestalt bunter Luftballons oder dem Oszillieren und Vermischen von primärfarbigen Flüssigkeiten, die unter laborähnlichen Bedingungen oder in quasi-experimentellen Selbstversuchen der Künstlerin in Szene gesetzt werden. Dabei verbindet sich scharfsinnige Medienreflexion mit ironischem Augenzwinkern.

Anette Kaiser (*1989 in Kattowitz, Polen) lässt sich in ihrer Malerei auf Leinwand und Papier ganz von intuitiver Auseinandersetzung mit Realität, Umgebung und persönlichem Alltag leiten. Ihre unmittelbare Reaktion auf gesehene und empfundene Wirklichkeit, die auch in ihren abstraktesten Sujets stets spürbar bleibt, wie ebenso ihr prozessbetonter Umgang mit den malerischen Mitteln, treibt insbesondere die Wiedergabe von Antlitz und Figur zu mitunter skurrilen Blüten.

Caroline Kleine (*1989 in Bergisch Gladbach) untersucht, hinterfragt und verändert die Funktionsweisen elektronischer Steuerungselemente. So verleiht sie dem allseits bekannten Bildschirm-Mauszeiger durch Neuprogrammierung ein ihm bislang wesensfremdes Eigenleben, das ihn als kolossales Bildsymbol oder in Form komplexer Choreographien (inter)agieren lässt.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 30. April bis 29. Mai 2016
Öffnungszeiten: Samstag, 30. April und Sonntag, 1. Mai, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

 

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Dienstag, 8. März 2016, 19:30 Uhr - Konzert B.E.N.K - Bad Emser Neue Klänge, Künstlerhaus Schloss Balmoral

»Fagotto-Me-Notto«

Foto © István Kovács
Foto © István Kovács

Kaum sind die letzten zeitgenössischen Töne auf Schloss Balmoral verklungen, wird die Konzertreihe Bad Emser Neue Klänge in Kooperation mit dem Staatsorchesters Rheinische Philharmonie mit dem dritten Konzert der Spielzeit fortgesetzt. Nikolaus Maler, Solo-Fagottist der Rheinischen Philharmonie, hat für dieses Konzert auf Schloss Balmoral ein Programm zusammengestellt, das er gemeinsam mit fünf Streicherkolleginnen und -kollegen aus dem Orchester und als Gast Maria Stange (Harfe) interpretiert.

Pressebild zum Download:
Fagott-Ensemble, Foto © István Kovács
(frei zur Berichterstattung über das entsprechende Konzert bei Nennung der Copyrightangaben)

Die Eröffnung des Konzerts bietet eine Rarität: Die handgeschriebenen Noten eines Fagottquintetts ohne Titel, Datum oder Komponistennamen. Nach einer Schriftanalyse war die Zugehörigkeit eindeutig festgestellt. Es handelt es sich um eine Komposition vom Großvaters des Fagottisten, Wilhelm Maler (1902-1976). Nach der Uraufführung im Oktober 2015 erklingt das Werk an dieser Stelle erst zum zweiten Mal.

Den Titel des Konzertes verleiht die Suite fagotto-me-notto für Fagott und Streichquartett von dem jungen britischen Dirigenten und Komponisten Duncan Ward (*1989). Im Concertino op. 21 von Matthias Hutter (*1967) werden Fagott und Streicher durch die Harfe unterstützt. Den Abschluss bildet eine französische Komposition von Jean Françaix (1912-1997). Sein Divertissement für Fagott und Streichquintett wurde während des Zweiten Weltkrieges geschrieben, ist in seiner Wortbedeutung jedoch ein unterhaltsames, kurzweiliges Stück, welches den Konzertabend heiter beendet.

Nikolaus Maler, Fagott
Ayumu Ideue, Violine
Konstantina Pappa, Violine
Eunmi Shin, Viola
Bettina Hagedorn, Violoncello
Kirill Dubovik, Kontrabass
Maria Stange, Harfe

Wilhelm Maler
Quintett für Fagott und Streichquartett
Duncan Ward
fagotto-me-notto für Fagott und Streichquartett
Matthias Hutter
Concertino für Fagott, Harfe und Streicher op. 21
Jean Francaix
Divertissement für Fagott und Streichquintett

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral.

 

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Donnerstag, 25. Februar 2016, 19 Uhr - Vortrag Prof. Dr. Bazon Brock

»Dada heute«

Foto © Norbert Miguletz, 2006
Foto © Norbert Miguletz, 2006

Am Donnerstag, dem 25. Februar 2016 um 19 Uhr, findet im Künstlerhaus Schloss Balmoral der Vortrag von Prof. Dr. Bazon Brock statt. Hinsichtlich der Konzentration der Anwesenheitsstipendien 2015/16 auf das Motto »Dada« widmet sich Bazon Brock dem Thema »Dada heute«. Zum 100-jährigen Jubiläum wird Dada auf allen Kanälen gefeiert als Nonsens-/Unsinnsdichtung, als grenzensprengende Politclownerie und als Gesellschaftsschreck. Nichts davon entspricht Dada. Es geht vielmehr um die Logik des Chaos, den Sinn des Unsinns und die Anerkennung von Grenzen, durch die, die sie überschreiten. Bazon Brock stellt diese immer verschwiegene Bedeutung von Dada für die Erkenntnis von Modernität vor.

Pressebild zum Download:
Bazon Brock, Portraitfoto, Ausschnitt © Norbert Miguletz, 2006
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Veranstaltung bei Nennung der Copyrightangaben)

Bazon Brock, geboren 1936 in Stolp/Pommern, »Denker im Dienst und Künstler ohne Werk«, ist emeritierter Professor am Lehrstuhl für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal und war auch Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (1965–1976) und der Universität für angewandte Kunst Wien (1977–1980). 1992 erhielt er die Ehrendoktorwürden der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich und 2012 der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2014 wurde ihm die Honorarprofessur für Prophetie an der Hochschule für Bildende Künste Saar, Saarbrücken verliehen.Er entwickelte die Methode des »Action Teaching«, bei dem der Seminarraum zur Bühne für Selbst- und Fremdinszenierungen wird. Von 1968 bis 1992 führte er in Kassel die von ihm begründeten documenta-Besucherschulen durch. Von 2010 bis 2013 leitete er das Studienangebot »Der professionalisierte Bürger« an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe mit insgesamt rund 2500 Veranstaltungen und Aktionslehrstücken. Er repräsentiert das »Institut für theoretische Kunst, Universalpoesie und Prognostik« und ist Gründer der Denkerei/Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand mit Sitz in Berlin (www.denkerei-berlin.de).Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

 

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Dienstag, 23. Februar 2016, 19:30 Uhr - Konzert B.E.N.K - Bad Emser Neue Klänge, Künstlerhaus Schloss Balmoral

»Barbizon Blues« auf Balmoral

Einladungscover mit Arbeiten der Künstlerin und des Künstlers, Jonathan Baldock, der Künstler blickt durch eine seiner performativen Skulpturen, Johanna Smiatek, bearbeiteter Filmstill
Foto © Asja Caspari
Foto © Nadine Targiel

Im Schloss Balmoral begibt sich das zweite Konzert der Spielzeit auf die Grenzlinie zwischen Klassik und Jazz. Im Rahmen der Konzertreihe in Kooperation mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie sind am Dienstag, dem 23. Februar 2016 um 19.30 Uhr die Cellistin Christine Rauh und der Pianist Benyamin Nuss bei der gemeinsamen Interpretation der Werke von Gershwin, Debussy, Lockwood, Donaldson, Martinu, de Falla, Kapustin und Piazzolla zu erleben. 

Pressebilder zum Download:
Christine Rauh, 2015, Foto © Asja Caspari
Benyamin Nuss, 2015, Foto © Nadine Targiel
(frei zur Berichterstattung über das entsprechende Konzert bei Nennung der Copyrightangaben)

Den Beginn des Abends läuten die bearbeiteten drei kurzen Stücke »Three Preludes« von George Gershwin ein, die einen leichten Gestus und jazzige Einschläge besitzen. Hieran lässt sich erneut das etwas erweiterte Konzept von B.E.N.K erkennen, das neben zeitgenössischer Musik auch weniger bekannte Werke aus dem 20. Jahrhundert beinhaltet, sich aber auch für andere Genres öffnet. Die anschließend erklingende Cello-Sonate wurde 1915 komponiert und zählt zu den späten Werken Claude Debussys.

Didier Lockwood ist ein zeitgenössischer französischer Jazz-Geiger und Komponist. Seinen »Barbizon Blues«, der auch den Titel des Konzertabends liefert, widmete er einer kleinen Künstlerkolonie, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der nordfranzösischen Gemeinde Barbizon lebte. Zum Abschluss lassen die jungen Künstler »Le Grand Tango« von Astor Piazzolla auf Klavier und Cello erklingen.

Christine Rauh, Violoncello
Benyamin Nuss, Klavier

George Gershwin
Three Preludes
Claude Debussy
Sonate
Didier Lockwood
Barbizon Blues
Walter Donaldson
My Baby just cares for me
Bohuslav Martinu
Variationen über ein Thema von Rossini
Manuel de Falla
Suite populaire espagnole
Benyamin Nuss
Poème
Nikolai Kapustin
Nearly Waltz, Elegy and Burlesque
Astor Piazzolla
Le Grand Tango

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral.

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems, Freitag, 29. Januar 2016, 19 Uhr

Stefanie Klingemann | Zeljko Vidovic

  • Einladungscover mit Arbeiten der Künstlerin und des Künstlers, Jonathan Baldock, der Künstler blickt durch eine seiner performativen Skulpturen, Johanna Smiatek, bearbeiteter Filmstill

Am Freitag, dem 29. Januar um 19 Uhr wird die erste Ausstellung der Stipendiatinnen und Stipendiaten 2015 im neuen Jahr in die Römerstraße 27 eröffnet. Zu sehen sind Arbeiten von Stefanie Klingemann aus Köln und Zeljko Vidovic aus Offenbach und Frankfurt a. M., die seit Juni 2015 für neun Monate im Schloss Balmoral leben und arbeiten. In diesem Jahr konzentrierten sich die Balmoral-Stipendien auf das Motto »Dada« - die Doppelausstellung gibt weitere Einblicke, welche Rolle die fast 100-jährige Bewegung in der heutigen künstlerischen Praxis spielt.

Pressebilder zum Download:
Stefanie Klingemann, Ausschnitt aus »Pinselstübchen Bad Ems« (aus der Serie »working women«), 2015 © Stefanie Klingemann
Zeljko Vidovic, »was ich sehe«, 2015 © Zeljko Vidovic 
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Stefanie Klingemann (*1977 in Moers) reagiert mit ihren Arbeiten unmittelbar auf die vorgefundenen Gegebenheiten. Verhältnisse von Kunst und Alltag, Original und Imitation oder auch Trivial- und Hochkultur werden untersucht. Merkmale der Reproduktion und das Spiel mit Bildern unserer alltäglichen Medienkultur kennzeichnen ihr künstlerisches Handeln. Durch ihre Interventionen macht sie auf Klischees, festgefahrene Ansichten und Wertesysteme aufmerksam. Sie schlüpft selbst in die Rolle ihrer Hauptdarstellerinnen, so auch in ihrer aktuellen Werkserie zum Thema »working women – Arbeiten in Bad Ems«. In der Ausstellung präsentiert sie eine ortsbezogene Installation und agiert darin während der Eröffnung.

Zeljko Vidovic (*1977 in Livno, Bosnien und Herzegowina) arbeitet mit den Medien Zeichnung, Video, Sprache sowie Klang und aktuell auch mit Bildhauerei. Er verfilmt im Internet gefundene alte Fotos oder Filme, aber auch aktuelle Bilder aus der Medienwelt. Ihn interessiert die Ambivalenz der Konfrontation von Altem und Neuem, Körper und Affekt. Das angeeignete Material verknüpft er collageartig mit eigenen Zeichnungen und animiert sie zuweilen am Computer. Begleitet von Musik oder Sprachsequenzen aus Filmen erweckt er die geschaffenen Bildwelten in seinen Videos zum Leben. Seine Arbeitsweise ist intuitiv – zufällig entstandene Verknüpfungen und Formen greift er auf und entwickelt sie weiter.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 30. Januar bis 17. April 2016
Öffnungszeiten: Samstag, 30. und Sonntag, 31. Januar, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V.

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral« – Freitag, 11. Dezember 2015, 19 Uhr, Römerstraße 27, Bad Ems

Jonathan Baldock | Johanna Smiatek

  • Einladungscover mit Arbeiten der Künstlerin und des Künstlers, Jonathan Baldock, der Künstler blickt durch eine seiner performativen Skulpturen, Johanna Smiatek, bearbeiteter Filmstill

Am Freitag, dem 11. Dezember um 19 Uhr wird die dritte Ausstellung der diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 eröffnet. Zu sehen sind Arbeiten von Jonathan Baldock aus London und Johanna Smiatek aus Berlin, die seit Juni für neun Monate im Schloss Balmoral leben und arbeiten. In diesem Jahr konzentrieren sich die Balmoral-Stipendien auf das Motto »Dada« - die Doppelausstellung gibt weitere Einblicke, welche Rolle die fast 100-jährige Bewegung in der heutigen künstlerischen Praxis spielt.

Pressebilder zum Download:
Jonathan Baldock, der Künstler blickt durch eine seiner performativen Skulpturen, 2014 © Jonathan Baldock
Johanna Smiatek, bearbeiteter Filmstill, 2015 © Johanna Smiatek 
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Jonathan Baldock (*1980 in Großbritannien) erarbeitet Skulpturen, bei denen die Grenzen zwischen leblosem Objekt und Mensch verschwimmen. Seine Charaktere stehen stets in Verbindung zum menschlichen Körper – sei es hinsichtlich der Form, der Maße oder der Oberflächenbeschaffenheit. Den Ausstellungsraum verwandelt er zuweilen in surreale Szenerien, die an Bühnenbilder erinnern. Wie bei den historischen Dadaisten tauchen auch bei ihm vermehrt Masken als Transformationsmotive auf. Wir sind eingeladen, in seine Bildwelten einzutauchen und ihre Atmosphäre mit allen Sinnen wahrzunehmen. Hierzu lockt Jonathan Baldock auch mit unterschiedlichen Materialien, beispielsweise mit Textilien wie Filz oder Strick, die unseren Tastsinn ansprechen.

Johanna Smiatek (*1967 in Hannover) entwickelt interaktive Arbeiten, die sich auf das Unterbewusste und Widersprüche in unserer Gesellschaft beziehen. Auch der Wunsch nach Glamour und Luxus sowie Gold als Symbol jeglichen Begehrens spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Grenzbereich zwischen dem Natürlichen und dem Künstlichen, zwischen Realität und Täuschung, zwischen moderner Technik und menschlicher Gefühlswelt thematisiert Johanna Smiatek Narzissmus und Rollenklischees. Mit hintergründigem Witz bearbeitet die Künstlerin alltägliche Gegenstände mit minimalen Eingriffen und führt diese ad absurdum. So entwickeln beispielsweise Schuhe, überdimensionale Lippenstifte oder auch Spiegel ein subtiles und irritierendes Eigenleben.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 12. Dezember 2015 bis 24. Januar 2016
Öffnungszeiten: Samstag, 12. und Sonntag, 13. Dezember, 14 bis 17 Uhr sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V.

 

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Balmoral- und Landesstipendiatinnen und -stipendiaten 2016

Zeichnen, Ralf Ziervogel

15 Künstlerinnen und Künstler sowie eine Kuratorin aus der ganzen Welt werden im Jahr 2016 mit einem Balmoral- oder Landesstipendium gefördert. Aus 379 gültigen Bewerbungen hat eine unabhängige Fachjury die Künstlerinnen und Künstler ausgewählt. Ein Teil der Stipendiatinnen und Stipendiaten erhält die Möglichkeit, direkt im Künstlerhaus in Bad Ems zu leben und zu arbeiten; die anderen erhalten Projekt-, Auslands- und Austauschstipendien.

Pressebild zum Download:
Ralf Ziervogel, 2015, © Ralf Ziervogel
(frei zur Berichterstattung über die Stipendienbekanntgabe bei Nennung der Copyrightangaben)  

Die neun Anwesenheitsstipendiatinnen und –stipendiaten werden ab Juni 2016 im Künstlerhaus Schloss Balmoral zum Medium »Zeichnung« begrüßt. Die Jury entschied, ein neunmonatiges Stipendium in drei dreimonatige aufzusplitten, somit wurden für 2016 fünf dreimonatige und drei neunmonatige Balmoral-Stipendien sowie ein Kuratorenstipendium vergeben. Das Künstlerhaus, das sich in Trägerschaft der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur befindet und dessen künstlerische Leitung seit 2013 Dr. Oliver Kornhoff innehat, fördert Bildende Künstlerinnen und Künstler. 

Die dreimonatigen Aufenthaltsstipendien ab Juni oder September erhalten die Künstlerinnen und Künstler Danja Erni (*1977 in Schupfart, Schweiz), Anne Gathmann (*1973 in Remscheid), Gabriela Oberkofler (*1975 in Bozen, Italien), David Semper (*1980 in Wuppertal) und Ralf Ziervogel (*1975 in Clausthal-Zellerfeld). Danja Erni arbeitet mit Zeichnung, Illustration, Animation, Video und Performance, wobei die Durchlässigkeit von Kunst und Alltag eine wichtige Rolle spielt; so möchte sie in Bad Ems gemeinsam mit verschiedenen Akteuren Zeichnen als Medium zum Austausch unterschiedlicher Blicke auf aktuelle gesellschaftliche Themen erproben. Anne Gathmann erweitert das Medium Zeichnung ins Räumliche – während des Stipendiums plant sie mit Glasflächen zu arbeiten, die sie mit Linien versieht und zu dreidimensionalen Strukturen anordnet. Gabriela Oberkofler möchte sich ausgehend von der Zeichnung vertiefend mit Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Natur auseinandersetzen und beispielsweise das Phänomen der Rückkehr des Wolfes untersuchen. David Semper nutzt das Material, mit dem gezeichnet wird als Ausgangspunkt; zum Beispiel versucht er Grafit in jeglichen Zuständen zu erkunden, ob als Pigment oder als Feststoff. Ralf Ziervogel lässt in seinen Arbeiten Text und Bild, Form und Struktur auf sensible und akribische Weise verschmelzen; während der gesamten Stipendienzeit möchte er ZEICHNEN ZEICHNEN ZEICHNEN …

Drei neunmonatige Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral werden an folgende Künstlerinnen und Künstler verliehen: William Engelen (*1964 in Weert, Niederlande), Dagmara Genda (*1981 in Koszalin, Polen) und Christian Pilz (*1978 in Ascot, Großbritannien). William Engelen ist Bildender Künstler sowie Komponist und plant in Bad Ems die Beziehung zwischen grafischer Notation und möglicher Umsetzung in Klang weiter zu erforschen. Dagmara Gender erkundet das Medium Zeichnung als grafisches Vokabular und dessen Beziehung zum jeweiligen Inhalt – ihr Stipendium möchte sie zur Reflektion über ihre eigene zeichnerische Sprache nutzen und diese weiterentwickeln. Christian Pilz entwirft in seinen Zeichnungen parallele Welten, die netzwerkartig durch formale und inhaltliche Verdichtung entstehen; auf Schloss Balmoral plant er eine fortschreitende mehrteilige Bleistiftzeichnung zu entwickeln.

Die Stipendien für rheinland-pfälzische Künstlerinnen und Künstler sind hinsichtlich des Mediums offen: Jonas Weber Herrera (*1978 in Landau), der das sechsmonatige Stipendium für New York erhält, beschäftigt sich in seiner Medien- und Videokunst kritisch mit Themen, gegenüber denen er eine Ohnmacht empfindet und die in ihrer Komplexität mit Worten nur schwer zu fassen sind. Anna Maria Tekampe ( *1983 in Mainz) wird für ein halbes Jahr in Paris ihre künstlerische Forschung zum Individuum, das zwischen Stimmungen  und Rollen hin und her geworfen wird, vertiefen und möchte daraus eine großformatige Installation entwickeln. Dem Künstler Matthias Glässer (*1970 in Birkenfeld) wurde das zweite Stipendium für Paris verliehen; in seiner Malerei sowie mit Installationen und Objekten erforscht er ökologische Prozesse und unterschiedliche Erfahrungswelten des Menschen. Eva Kietzmann (*1977 in Mainz) wird drei Monate in Südkorea verbringen, wo sie einen Videoessay zur Planstadt New Songdo City nahe Seoul entwickeln möchte – bereits seit längerem beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit mit der Privatisierung von Stadtraum und deren ästhetischen Auswirkungen. Christoph Medicus (*1983 in München) erhält ein Stipendium für das brandenburgische Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf; dort wird er seine skulpturale und installative Arbeit fortführen, in der er sich unter anderem mit der Ästhetik von Massentauglichkeit sowie vorgefundenen sozialen und architektonischen Verhältnissen auseinandersetzt. 

Die beiden sechsmonatigen Projektstipendien wurden an Petra Mattheis (*1967 in Moers) und Markus Georg Reintgen (*1963 in Nastätten) vergeben. Petra Mattheis, die in Mainz studiert hat, möchte ihre Arbeit »BAM – Become a Menstruator« weiterentwickeln und eine Druckserie erarbeiten, mit der sie der meist negativen Konnotation der Menstruation positive Bilder entgegensetzt. Markus Georg Reintgen plant sein Fotoprojekt PRORA fortzusetzen, für das er den komplexen und widersprüchlichen Wandel  hinsichtlich der nationalsozialistischen Monumentalarchitektur des ehemaligen KdF-Seebades auf Rügen dokumentiert.

Regine Ehleiter (*1985 in Fulda) erhält das neunmonatige Kuratorenstipendium im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin forscht derzeit zum Thema »Publikation als Ausstellungsmedium« und möchte sich während des Stipendiums verstärkt mit medialen Vermittlungsformen künstlerischer Arbeit sowie grundlegenden Fragen kuratorischer Praxis beschäftigen. Im letzten Monat des Stipendienaufenthalts wird sie die Abschlussausstellung mit allen Stipendiatinnen und Stipendiaten in den historischen Räumen des Arp Museums Bahnhof Rolandseck realisieren.

Für die 16 Balmoral- und Landesstipendien lagen der Jury insgesamt 379 gültige Bewerbungen aus aller Welt vor. Die hohe Anzahl an Bewerbungen ist eine überaus erfreuliche Resonanz, die für die Qualität des Stipendienangebotes des Landes Rheinland-Pfalz spricht. Besonders zahlreich haben sich wieder Künstlerinnen und Künstler für die internationalen Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral beworben. 2016 konzentrieren sich die Balmoral-Stipendien dabei auf Zeichnung. Das breite Verständnis von Zeichnung, die nicht ausschließlich als Arbeit mit Grafit auf Papier zu verstehen ist, verdeutlicht die reiche Bandbreite des Mediums. 

Die Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien für 2017 erfolgt Anfang Mai 2016. 

 

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Vortrag von Juri Steiner - Donnerstag, 29. Oktober 2015, 19 Uhr

»S.O.S. DADA - THE WORLD IS A MESS«

Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2015 um 19 Uhr ist Juri Steiner, Leiter des 100-jährigen Dada-Jubiläums Zürich 2016, mit einem Vortrag zu Gast im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Hinsichtlich der Konzentration der Anwesenheitsstipendien 2015/16 auf das Motto »Dada« widmet sich Juri Steiner dem Thema »S.O.S. DADA – The World is a Mess« (Die Welt ist ein Durcheinander).

2015 - kurz vor dem 100. Geburtstag – realisiert die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia als Rahmenveranstaltung zur Kunstbiennale in Venedig einen fünfteiligen Salon Suisse zum Thema »S.O.S. DADA«. Bis zum heutigen Tag steht Dada für den radikalen Versuch der Avantgarde, die Grenzen und Herausforderungen der Gedanken weiterzutreiben. So relevant Dada 1916 soziale und kulturelle Fragen stellte, so offen ist der Brückenschlag zwischen damals und heute. Kann Dada nach der Situationistischen Internationalen, nach Fluxus, Pop und Punk, Kunst und Literatur immer noch zu Hilfe eilen in einer Welt, die gemäß der ehemaligen Außenministerin Madeleine Albright »a Mess« (ein Durcheinander) geworden ist? Juri Steiner erzählt aus der Küche zum 100-jährigen Dada-Jubiläum in Zürich und der weiteren Umgebung.

Juri Steiner ist 1969 in Zürich geboren. Er arbeitet als Kurator, Vermittler und Kritiker. Seit 2011 ist er für die Entwicklung und Realisierung des Dada-Jubiläums »dada100zuerich2016.ch« zuständig.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

 

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Fotografie-Workshop mit Astrid Busch - Samstag, 7. November 2015, 10 bis 18 Uhr

Fotografie Astrid Busch

»Kontraste – Licht und Dunkelheit«

Am Samstag, den 7. November von 10 bis 18 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, unter der Anleitung der Berliner Künstlerin Astrid Busch eigene fotografische Erzählungen zu erarbeiten. Unter dem Titel »Kontraste – Licht und Dunkelheit« werden formale Fragen wie der Umgang mit Räumlichkeit, Farbe, Licht und Dynamik thematisiert und ungewöhnliche Perspektiven ausprobiert. 

Pressebild zum Download: 
Astrid Busch, »Funky Town«, © Astrid Busch
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Wie inszeniert man eine künstlerische Fotografie, wie kann man Licht einfach und mit wenig technischem Aufwand einsetzen und zur Bildgestaltung nutzen? 

Zusätzlich gibt es die Gelegenheit, bei einem Atelierbesuch mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses ins Gespräch zu kommen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. 

Bitte mitbringen: Digitale Kamera, damit die Ergebnisse des Kurses angeschaut und besprochen werden können. Eine einfache Lichtquelle, z.B. eine Taschenlampe und je nach Wunsch ein Lieblingsbild.

Gebühr: 80 Euro
Verbindliche Anmeldung bis zum 30. Oktober unter: mail@astridbusch.com 

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral« – Freitag, 23. Oktober 2015, 19 Uhr, Römerstraße 27, Bad Ems

Isa Bordat | Anna Lehmann-Brauns

  • Einladungscover mit Arbeiten der Künstlerinnen, verschlungene Seile, Fensterarnsicht aus Bad Ems

Am Freitag, dem 23. Oktober um 19 Uhr wird die zweite Ausstellung der diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 eröffnet. Zu sehen sind Arbeiten der Künstlerinnen Isa Bordat aus Frankreich und Anna Lehmann-Brauns aus Berlin, die seit September für drei Monate im Schloss Balmoral leben und arbeiten. In diesem Jahr konzentrieren sich die Balmoral-Stipendien auf das Motto »Dada« – die Doppelausstellung gibt weitere Einblicke, welche Rolle die fast 100-jährige Bewegung in der heutigen künstlerischen Praxis spielt.

Pressebilder zum Download:
Isa Bordat, »The place to be« (Detail), 2015, © Isa Bordat
Anna Lehmann-Brauns, »Bad Ems«, 2015, © Anna Lehmann-Brauns 
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben)  

Isa Bordat (*1961 in Nantes, Frankreich; lebt und arbeitet in Autun) arbeitet mit zahlreichen Medien: Malerei, Fotografie, Keramik, Installation, Sprache, Performances sowie Künstlerbüchern. Spielerisch bringt sie eine Vielfalt von Materialien zum Einsatz, häufig aus unserer Alltagswelt wie seinerzeit die Dadaisten. Isa Bordat, die das Balmoral-Stipendium im Zuge des Austausches zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Partnerregion Burgund erhalten hat, versucht uns stets zu überraschen. Die Künstlerin beschäftigt sich mit menschlichen Emotionen, der Wichtigkeit von Worten oder auch dem Genuss des Essens. Deshalb ist von Liebesbriefen zum Anfassen über Kochperformances im Wald bis hin zu gefesselten Stühlen alles möglich!

Anna Lehmann-Brauns' (*1967 in Berlin, wo sie lebt und arbeitet) Medium ist die Fotografie. Ihr Interesse gilt der besonderen Stimmung und Ambivalenz von Orten – menschenleere Hotelzimmer, Fabriken, Theater, Bars etc. Sie hält Vorgefundenes in oft ungewollt komischer und verblüffender Formation fest. Während des Stipendiums plant sie, sich der Bäderarchitektur und dem, was aus ihr geworden ist, in Bad Ems und Umgebung fotografisch zu nähern. Der Zufall spielt in der Arbeit von Anna Lehmann-Brauns eine große Rolle. Das rein zufällig Gruppierte wird durch ihren ästhetischen Blickwinkel zu etwas Neuem und Spannendem. Den realen Orten verleiht sie in ihren Fotos eine surreale Qualität.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 24. Oktober bis 6. Dezember 2015
Öffnungszeiten: Samstag, 24. und Sonntag, 25. Oktober 2015, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V.

 

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Offene Ateliers – Samstag, 26. und Sonntag, 27. September 2015, 14 bis 19 Uhr

Am Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. September laden die aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems in ihre Ateliers ein. Besucherinnen und Besucher haben die einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und mit den internationalen Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die Studios von Jonathan Baldock, Isa Bordat, Stefanie Klingemann, Anna Lehmann-Brauns, Johanna Smiatek und Zeljko Vidovic sind jeweils von 14 bis 19 Uhr geöffnet. 

Pressebild zum Download: Blick ins Atelier von Johanna Smiatek, Foto: Tobias Vollmer

Insgesamt öffnen etwa 250 Künstlerinnen und Künstler in Rheinland-Pfalz ihre Ateliers. Die Aktion des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz e. V. findet in diesem Jahr zum 23. Mal statt und wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur unterstützt. 

Weitere Infos zu den aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten finden Sie auf unserer Webseite www.balmoral.de; Informationen zu der Aktion insgesamt unter: www.bbkrlp.de.

 

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Vortrag von Adrian Notz, Direktor Cabaret Voltaire, Zürich – Dienstag, 22. September 2015, 19 Uhr

»Dada als Widerstand in der Kunst!«
Am Dienstag, dem 22. September um 19 Uhr ist Adrian Notz, Direktor des Cabaret Voltaire, Zürich mit einem Vortrag zu Gast im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Hinsichtlich der Konzentration der Anwesenheitsstipendien 2015/16 auf das Motto Dada widmet sich Adrian Notz dem Thema »Dada als Widerstand in der Kunst!«. Im Vortrag erläutert er die These »Was der Künstler für den Bürger ist, ist der Dadaist für den Künstler«.  

Pressebild zum Download: Adrian Notz, © Foto: Fabian Frinzel, 2014
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Veranstaltung bei Nennung der Copyrightangaben)    

Das Cabaret Voltaire ist der weltweit einzige Kulturort, der sich ausschließlich Dada widmet. Es versteht sich als Kompetenzzentrum und kulturell wie kulturhistorisch bedeutender Ort der philosophischen und künstlerischen Auseinandersetzung mit Dada bis in die Gegenwart.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. 

 

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Vortrag von Dr. Ralf Burmeister – Freitag, 21. August 2015, 19 Uhr

»Dada ist mehr als Dada«

Am Freitag, dem 21. August 2015 um 19 Uhr ist Dr. Ralf Burmeister von der Berlinischen Galerie mit einem Vortrag zu Gast im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Hinsichtlich der Konzentration der Anwesenheitsstipendien 2015/16 auf das Motto »Dada« widmet sich Dr. Ralf Burmeister dem Thema »Dada ist mehr als Dada«.

99 Jahre nach Formierung der Dada-Bewegung und ihrem kurzen, aber für die Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts überaus bedeutsamen Wirken, ist die Frage, was Dada war, ungebrochen spannend. Die historischen Rahmenbedingungen zum Entstehen der sogenannten Anti-Kunst werden ebenso vorgestellt wie die aus ihr erwachsenen bildnerischen Innovationen. Was Dada einte, war kein Stil, sondern eine geistig künstlerische Konzeption, eine Haltung. Und eben diese Haltung ist immer aktuell, nicht nur im Künstlerischen. Denn schließlich ist »unser Kopf rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann« (Francis Picabia).

Dr. Ralf Burmeister ist Kurator und Leiter der Künstler-Archive der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für moderne Kunst, Fotografie und Architektur. Als ausgewiesener Dada-Experte ist er Lehrbeauftragter der Humboldt-Universität zu Berlin und derzeit in Vorbereitung einer Ausstellung mit dem Titel »DADA Afrika«, die die dadaistische Rezeption außereuropäischer Kunst thematisiert.

Der Eintritt ist frei.

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral« – Freitag, 7. August 2015, 19 Uhr, Römerstraße 27, Bad Ems

Joana BC | Ahram Kwon

  • Einladungscover Joana BC und Ahram Kwon

Am Freitag, dem 7. August um 19 Uhr wird die nächste Ausstellung im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 eröffnet. Es ist die erste Präsentation der diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten. Zu sehen sind Arbeiten der Künstlerinnen Joana BC aus Portugal und Ahram Kwon aus Südkorea, die seit Juni für drei Monate im Schloss Balmoral leben und arbeiten. In diesem Jahr konzentrieren sich die Balmoral-Stipendien auf das Motto »Dada« – die Doppelausstellung gibt erste Einblicke, welche Rolle die fast 100-jährige Bewegung in der heutigen Zeit spielt. 

Pressebilder zum Download:
Joana BC, »BC and The Great Invisible Ones: The Emperor of Dreams, the High Priestess and the Sacred Billy Goat«, 2015, © Joana BC
Ahram Kwon, »Words without Words«, 2015, Mixed Media, © Ahram Kwon
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben)   

Joana BC (*1986 in Porto, Portugal; lebt und arbeitet in Porto) beschäftigt sich mit Dada-Performances und Theater. Ihre Kunst (Zeichnung, Malerei und Skulptur) zeichnet stets eine spielerische und spontane Herangehensweise aus, zu der auch das Einbeziehen von gefundenem Material gehört. Während ihres Stipendiums auf Balmoral arbeitet Joana BC zum Stück »Le Coeur à Gas« – das Gasherz – des historischen Dada-Heroen Tristan Tzara. Sie erschafft lebensgroße, groteske Skulpturen und Malereien, die sie als Darstellerinnen und Darsteller einsetzt, um das Stück neu zu inszenieren. In ihren Arbeiten treffen Emotion und Realität aufeinander, so dass ihre Protagonisten sowohl lustig als auch traurig, fies und sanft zugleich, bösartig und liebevoll, ernsthaft und humorvoll sind.

Ahram Kwon (*1987 in Bucheon, Südkorea; lebt und arbeitet in Seoul) ist unsere südkoreanische Austauschstipendiatin. Ihr Interesse gilt den konstituierenden Elementen unseres Lebens und speziell unserer Kommunikation. Derzeit widmet sie sich vor allem der Sprache und ihren unterschiedlichen Bestandteilen – Buchstaben, Klang und Bedeutung. Auch wenn die Künstlerin sich nicht explizit zum Motto »Dada« beworben hat, bereichert ihre Beschäftigung mit Sprache das aktuelle Jahresthema. Durch die Erfahrung mit Sprachen, die die Künstlerin nicht versteht, rückt sie die eigenständige Form unabhängig des Sinngehalts in den Vordergrund. So untersucht sie in Bad Ems das Deutsche hinsichtlich Struktur sowie Klang und nutzt die Wörter als Material für ihre Sound- und Videoinstallationen.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 8. August bis 11. Oktober 2015
Öffnungszeiten: Samstag, 8. und Sonntag, 9. August 2015, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V.


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Fotografie-Workshop mit Astrid Busch - Samstag, 29. August 2015, 10 bis 18 Uhr

Fotografie Astrid Busch

»Kontraste – Licht und Dunkelheit«

Am Samstag, den 29. August von 10 bis 18 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, unter der Anleitung der Berliner Künstlerin Astrid Busch eigene fotografische Erzählungen zu erarbeiten. Unter dem Titel »Kontraste – Licht und Dunkelheit« werden formale Fragen wie der Umgang mit Räumlichkeit, Farbe, Licht und Dynamik thematisiert und ungewöhnliche Perspektiven ausprobiert. 

Pressebild zum Download: 
Astrid Busch, »Funky Town«, © Astrid Busch
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Wie inszeniert man eine künstlerische Fotografie, wie kann man Licht einfach und mit wenig technischem Aufwand einsetzen und zur Bildgestaltung nutzen? 

Zusätzlich gibt es die Gelegenheit, bei einem Atelierbesuch mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses ins Gespräch zu kommen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. 

Bitte mitbringen: Digitale Kamera, damit die Ergebnisse des Kurses angeschaut und besprochen werden können. Eine einfache Lichtquelle, z.B. eine Taschenlampe und je nach Wunsch ein Lieblingsbild.

Gebühr: 80 Euro
Verbindliche Anmeldung bis zum 20. August unter: mail@astridbusch.com 

Am Samstag, den 12. September von 10 bis 17 Uhr bietet der an der Lahn lebende Künstler Thomas Kohl wieder einen Kurs zur Malerei an. Weitere Infos finden Sie unter: www.balmoral.de.

 

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477 Bewerbungen für die Stipendien 2016

Für die Balmoral- und Landesstipendien 2016 sind 477 Bewerbungen aus aller Welt im Künstlerhaus Schloss Balmoral eingegangen. Eine überaus erfreuliche Resonanz, die für die Qualität des Stipendienangebotes des Landes Rheinland-Pfalz spricht. Die Bewerbungsfrist endete am 30. Juni 2015. Insgesamt werden für das nächste Jahr 14 Stipendien vergeben. 

Auch in diesem Jahr haben sich wieder besonders zahlreich Künstlerinnen und Künstler für die internationalen Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral beworben. Für diese musste der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit im Medium Zeichnung liegen. Die hohe Anzahl an Bewerbungen bestätigt auch im dritten Jahr die Attraktivität der Konzentration auf ein Genre hinsichtlich der Balmoral-Stipendien. Gleichzeitig ist der inzwischen hohe Stellenwert der Kunstgattung Zeichnung nicht zu übersehen. Sie hat ihren papiernen Rahmen verlassen und erstreckt sich durch den Einsatz von neuen Methoden und Materialien weit über die angestammten Gattungsgrenzen hinaus. Als Widerhall dieser Entwicklungen wurden die Anwesenheitsstipendien 2016 zukunftweisend für Zeichnung ausgeschrieben. Seit 2013 werden die Stipendien jeweils für eine künstlerische Gattung oder ein Thema vergeben. Durch den Fokus soll eine noch stärkere gegenseitige kreative Befruchtung unter den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht werden.

Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten wird voraussichtlich Ende Oktober bekannt gegeben. Die nächste Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien erfolgt Anfang Mai 2016.

 

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20-jähriges Jubiläum | Sommerfest | Begrüßung der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten, Samstag, 27. Juni 2015 ab 17 Uhr

Plakat zum Sommerfest

Am Samstag, den 27. Juni 2015 ab 17 Uhr findet im und um das Künstlerhaus Schloss Balmoral das alljährliche Sommerfest statt. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass, das Künstlerhaus feiert sein 20-jähriges Bestehen. Gleichzeitig werden auch die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten begrüßt und vorgestellt, die ab Juni für drei oder neun Monate in Bad Ems leben und arbeiten: Jonathan Baldock, Joana BC, Stefanie Klingemann, Ahram Kwon, Johanna Smiatek, Zeljko Vidovic und Julia Thiemann. 

Die Balmoral-Stipendien stehen 2015 unter dem Motto »Dada«, was nicht zuletzt durch das 100-jährige Jubiläum der Bewegung im Jahr 2016 zustande gekommen ist. So widmet sich das Künstlerhaus Schloss Balmoral mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten der Frage: Welche Rolle spielt Dada heute noch? Auch das Jubiläums- und Sommerfest steht ganz im Zeichen Dadas – um es mit den Worten des Dada-Förderers Herwarth Walden zu sagen: »Die Sonne scheint und die Kunst leuchtet« (1917).

Zur Begrüßung um 17 Uhr sprechen Vera Reiß, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Guido Lotz, Vorsitzender des Fördervereins Balmoral 03 e. V. und Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral.

Im Anschluss gibt es zahlreiche Programmpunkte: Das »Dada on Tour«-Zelt des Cabaret Voltaire in Zürich, der Geburtsstätte Dadas, macht im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz Station vor Schloss Balmoral – inklusive einer Multimedia-Präsentation zur 99-jährigen Geschichte der Kunstrichtung. Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten öffnen ihre Ateliers und geben erste Einblicke in ihre Arbeit. Ab 18 Uhr wird gegrillt und das »Triska Trio« spielt Live-Musik. Für all diejenigen, die das Künstlerhaus Schloss Balmoral und seine Geschichte noch nicht kennen, wird um 20 Uhr eine Schloss-Führung mit Annegret Werner-Scholz angeboten.

Anmeldung unter info@balmoral.de bis zum 22. Juni 2015.

Mit freundlicher Unterstützung durch:
Förderverein Balmoral 03 e. V.
Kultursommer Rheinland-PfalzSüwag Energie AGNaspa StiftungEmser Kränchen und Deinhard KG

Pressebilder zum Download: 
Künstlerhaus Schloss Balmoral - Querformat
Künstlerhaus Schloss Balmoral - Hochformat

(frei zur Berichterstattung über Veranstaltungen des Künstlerhauses) 

 

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Konzert B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, Freitag, 29. Mai 2015, 19.30 Uhr

Bild des Musikers

The Mystic Chord
Musikalischer Makrokosmos mit Benoît Gagnon  

Im Schloss Balmoral erklingt ein musikalischer Makrokosmos. Im Rahmen der Konzertreihe Bad Emser Neue Klänge, eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, wird ein letztes Mal für diese Spielzeit ein Werk eines zeitgenössischen Komponisten zu hören sein. Am Freitag, den 29. Mai 2015 um 19.30 Uhr  wird der Pianist Benoît Gagnon das elektronisch verstärkte Klavier in Bad Ems zum Klingen bringen. 

Pressefoto zum Download: Benoît Gagnon

Der US-amerikanische Komponist George Crumb ist 1924 geboren und hat unter anderem bei Boris Blacher in Berlin studiert. Als einer der am häufigsten gespielten Komponisten der heutigen Zeit bereichert er das Leben aller, die sich auf seine tiefgreifend humanistische Kunst einlassen. In seinen Werken arbeitet er sowohl instrumental als auch vokal mit ungewöhnlichen Techniken, sodass ein großer Reichtum an Klangfarben entsteht.

In Bad Ems wird Benoît Gagnon das Werk »Makrokosmos«, Band 1 und Band 2 aufführen. Crumb selbst sagt, der »spirituelle Impuls« für diese Kompositionen käme von der dunklen Seite Chopins und der kindischen Fantasie des frühen Schumann. Titel und Format des Werkes dagegen sind von Béla Bartóks »Mikrokosmos« und Claude Debussys »24 Préludes« beeinflusst. Es handelt sich um Fantasiestücke für elektronisch verstärktes Klavier über die Tierkreiszeichen und einer dahinter verborgenen Person, die in diesem Zeichen geboren ist. 

Das ursprünglich geplante Konzert »Takemitsu« muss aus organisatorischen Gründen leider entfallen.

Benoît Gagnon, Klavier

George Crumb
Makrokosmos Band 1 & Band 2 

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr 

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral.

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag, 17. April 2015, 19 Uhr

Nadja Schöllhammer
Kunstpreisträgerin 2015 des Fördervereins Balmoral 03 e. V.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Künstlerhauses Schloss Balmoral im Jahr 2015 vergibt der Förderverein Balmoral 03 e. V. einen Kunstpreis. Aus den bisher rund 140 Künstlerinnen und Künstlern, die ein Anwesenheitsstipendium im Schloss Balmoral erhalten haben, wurde Nadja Schöllhammer als Preisträgerin ausgewählt. Die Künstlerin hat 2012 ein halbes Jahr im Künstlerhaus in Bad Ems verbracht. Zusammen mit der Preisverleihung wird am Freitag, den 17. April um 19 Uhr eine Einzelausstellung von Nadja Schöllhammer im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27, Bad Ems eröffnet. Zur Ausstellungseröffnung sprechen Walter Schumacher, Kulturstaatssekretär, Guido Lotz, Vorsitzender des Fördervereins Balmoral 03 e.V. und Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral. 

Pressebild zum Download:
Nadja Schöllhammer
, »INSOMNIA« (Detail), 2011/12, Papier, Cut-Outs, Einbrennungen, Acrylfarbe, Tusche u. a., 625 x 690 x 1700 cm, Installation, Große Kunstschau Worpswede, © Nadja Schöllhammer 
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben)

Nadja Schöllhammers (*1971 in Esslingen am Neckar, lebt und arbeitet in Berlin) Ausgangspunkt ist die Zeichnung. Diese erweitert sie durch Cut-Outs, Ausbrennungen und Schichtungen in den Raum hinein. Durch das Verweben der einzelnen Elemente entstehen Objektbilder und mitunter riesige begehbare Bilderwelten. Darin schafft sie spannungsreiche Gefüge, in denen Linien zu Strukturen und Papiere zu Gespinsten werden. Das Material Papier ist für sie Erinnerungsträger, weshalb auch vorgefundene und bereits bedruckte Papiere wie Zeitungs- und Buchseiten Verwendung finden. Thematisch umkreist Nadja Schöllhammer die unterschiedlichen Schichten der menschlichen Erinnerung, ihre Abgründe, das Unbewusste und Fantastische. Dabei verbinden sich Fragmente aus einem kollektiven und privaten Bilderfundus mit Darstellungen von Gewalt und Lust. Zartes und Niedliches kippt in hintergründig Bedrohliches. Mal glaubt man, narrative Elemente und Figuren zu erkennen, aber im nächsten Moment entziehen sich ihre papiernen Welten der rationalen Wahrnehmung. 

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems 
Ausstellungsdauer: 18. April bis 26. Juli 2015
Öffnungszeiten: Samstag, 18. und Sonntag, 19. April 2015, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung durch Deinhard KGEmser Kränchen TafelwasserLOTTO Rheinland-Pfalz - Stiftung und Eaton Industries GmbH 

 

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Künstlerkurs mit Thomas Kohl, Samstag, 9. Mai 2015, 10 - 17 Uhr

Malen im Schloss Balmoral

Am Samstag, den 9. Mai von 10 bis 17 Uhr können Interessierte unter dem Titel »Von der Natur der Malerei« im Künstlerhaus Bad Ems selbst kreativ tätig werden. Ausgehend vom individuellen Wissensstand der Teilnehmenden erarbeitet der Kurs zeichnerische und malerische Möglichkeiten im Angesicht der Natur und in Wechselwirkung mit der zeitgenössischen Kunst. 

Unter der sachkundigen Anleitung des an der Lahn lebenden Künstlers Thomas Kohl werden Sie im Künstlerhaus Schloss Balmoral in die Techniken der Aquarell- und Acrylmalerei ein- oder auch weitergeführt. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, das Material wird gestellt. 

Verbindliche Anmeldung bis zum 3. Mai unter: post@thomaskohl.de / Tel. 06439 5216 
Gebühr: 80 Euro inklusive Material

 

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Vortrag von Prof. Dr. Matthias Bleyl, Dienstag, 24. Februar 2015, 19 Uhr

Farbe folgt Form – Form folgt Farbe
Ein altes und ein neues Problem der neueren Kunst
 

Am Dienstag, den 24. Februar 2015 um 19 Uhr ist Prof. Dr. Matthias Bleyl, Kunsthochschule Berlin Weißensee, mit einem Vortrag zu Gast im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Hinsichtlich der Konzentration der Anwesenheitsstipendien 2014/15 auf Malerei – wobei auch die Grenzen und Möglichkeiten des Mediums ausgelotet werden – widmet sich Prof. Dr. Bleyl dem Thema »Farbe folgt Form – Form folgt Farbe«. In der heutigen, im weitesten Sinn »konkreten« Kunst, finden sich zunehmend dreidimensionale, farbige Werke, die jedoch aus sehr verschiedenen Traditionen entstehen. Während bildhauerische Arbeiten mit farbiger Fassung schon in der Antike und seither recht konstant bis heute zu finden sind, ist Malerei, die sich den Raum erschließt, ein sehr junges Phänomen. Der Vortrag berücksichtigt beide Ansätze und ihre jeweiligen Ursprünge. 

Prof. Dr. Matthias Bleyl (*1953), promovierte 1980 an der Ruhr-Universität Bochum, war anschließend als Assistent an der Universität Frankfurt am Main tätig und habilitierte 1988 an der Universität des Saarlandes. Er übernahm verschiedene Lehraufträge, Vertretungen und Gastprofessuren, unter anderem an der Universität Freiburg im Breisgau, der Universität Regensburg, der Universität Paris-Nanterre und der Uralischen Bundes-Universität Jekaterinburg. Seit 1993 ist er ordentlicher Professor für Allgemeine Kunstgeschichte mit Schwerpunkt 20. Jahrhundert an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Er hat zahlreiche Publikationen zur Kunstgeschichte der Neuzeit bis zur Gegenwart veröffentlicht.

 

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Konzert B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, Donnerstag, 19. Februar 2015, 19.30 Uhr

Carin Levine mit Flöte

Mythische Flötentöne mit Carin Levine

Die mythische Flöte – präsentiert von einer weltbekannten Flötistin! Für das dritte Konzert der laufenden Spielzeit aus der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, konnte die renommierte Künstlerin Carin Levine gewonnen werden. Am Donnerstag, 19. Februar 2015 um 19.30 Uhr ist die Solistin mit ihren kleinen und großen Instrumenten im Schloss Balmoral zu erleben.

Pressefoto zum Download: Carin Levine

Wer sich mit Flöten auskennt, der kennt auch sie – die US-amerikanische Flötistin Carin Levine. Zu ihren Lehrern gehörten Jack Wallbaum (Flöte, University of Cincinatti), Peter Kamnitzer (Kammermusik) und Aurèle Nicolet (Flöte, Musikhochschule Freiburg i. Br.). Die Künstlerin ist nicht nur auf Bühnen in Europa, Asien, den USA und Südamerika unterwegs, sondern machte sich außerdem als Pädagogin auf ihrem Fachgebiet einen Namen. 

Ihre ständige Suche nach neuen Entwicklungen in der Musik führte sowohl zu einer engen Zusammenarbeit mit Komponisten wie Mauricio Kagel und Brian Ferneyhough als auch zu bisher über 900 Ur- und Erstaufführungen neuer Musik. Die Zuhörerinnen und Zuhörer werden auch an diesem Abend Zeuge einer Uraufführung von Carin Levine. Erklingen werden außerdem Giacinto Scelsi mit »Quays«, die »Air« von Toru Takemitsu, »The Great Train Race« von Ian Clarke, Trevor Bacas »Cary für Bassflöte« und weitere, aus ihrer im Jahr 2013 veröffentlichten CD »The Mythic Flute«. 

Das ursprünglich geplante Konzert »Viola-Viola« muss aus organisatorischen Gründen leider entfallen und wird in der kommenden Spielzeit stattfinden.

The Mythic Flute
Carin Levine
, Flöte und Moderation
Werke von Debussy, Scelsi, Takemitsu, Harada, Ferneyhough, Kawashima, Varèse, Schwartz/Levine (Uraufführung), Baca und Clarke

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral und steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin Vera Reiß.

 

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Balmoral- und Landesstipendiatinnen und -stipendiaten 2015 stehen fest

13 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt und eine Kuratorin werden im kommenden Jahr mit einem Balmoral- oder Landesstipendium gefördert. Aus über 230 Bewerbungen hat eine Fachjury die Künstlerinnen und Künstler unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungsfähigkeit ihrer künstlerischen Arbeit ausgewählt. Ein Teil der Stipendiatinnen und Stipendiaten erhält die Möglichkeit, direkt im Künstlerhaus in Bad Ems zu leben und zu arbeiten. Die anderen Künstlerinnen und Künstler erhalten Projekt-, Auslands- und Austauschstipendien. 

Pressefoto zum Download: Künstlerhaus Schloss Balmoral

Die sieben Anwesenheitsstipendiatinnen und –stipendiaten werden ab Juni 2015 im Künstlerhaus Schloss Balmoral zum Motto »Dada« begrüßt. Das Künstlerhaus, das sich in Trägerschaft der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur befindet und dessen künstlerische Leitung seit 2013 Dr. Oliver Kornhoff innehat, fördert Bildende Künstlerinnen und Künstler. „Auf Schloss Balmoral findet ein Dialog über Kulturgrenzen hinweg statt, der durch intensive und anregende Begegnungen besondere Kreativität fördert. Dank des vielseitigen Veranstaltungsprogramms, welches das Künstlerhaus zusammengestellt hat, profitieren hiervon nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, sondern auch alle Kulturinteressierten“, so die rheinland-pfälzische Kulturministerin Vera Reiß.

Zwei dreimonatige Aufenthaltsstipendien erhalten die Künstlerinnen Joana Margarida Brandao Costa (*1986 São João da Madeira, Portugal) und Anna Lehmann-Brauns (*1967 in Berlin). Joana Margarida Brandao Costa möchte während ihres Stipendiums das Stück »Le Coeur à Gas« - das Gasherz – vom Mitbegründer des Dadaismus Tristan Tzara mit Skulpturen und Malereien als Darstellerinnen und Darsteller neu inszenieren. Anna Lehmann-Brauns plant, sich der Bäderarchitektur und –kultur in Bad Ems und Umgebung fotografisch zu nähern; sie arbeitet häufig mit vorgefundenen, ungewollt komischen und sinnfreien Szenerien, um die besondere Stimmung eines Ortes einzufangen.

Vier neunmonatige Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral werden an folgende Künstlerinnen und Künstler verliehen: Jonathan Baldock (*1980 in Großbritannien), Stefanie Klingemann (*1977 in Moers), Johanna Smiatek (*1967 in Hannover) und Zeljko Vidovic (*1975 in Livno, Bosnien und Herzegowina). Jonathan Baldock erarbeitet Performances, in denen die Grenzen zwischen leblosem Objekt und Mensch verschwimmen – in Bad Ems wird er dieses Thema fortführen und sich auch mit weiteren Dada-Anliegen wie Zufall, Kollektivarbeit und Sprache beschäftigen. Stefanie Klingemann schlüpft selbst in die Rolle ihrer Modelle und Akteure, die sie ins alltägliche Geschehen einschleust und so auf festgefahrene Ansichten aufmerksam macht – auch während des Stipendiums möchte sie auf diese Weise ortsbezogene Arbeiten im öffentlichen Raum realisieren. Johanna Smiatek beabsichtigt die mächtigen Mechanismen des Marktes und den Wunsch nach Glamour und Luxus zu untersuchen - zu diesen Themen sollen neue multimediale, bewegte und bewegende Arbeiten entstehen. Zeljko Vidovic arbeitet mit Video und Zeichnung und plant im Schloss Balmoral ein Projekt zu „aeiou“ – mit den Vokalen als Grundlage will er eine/n eigene/n Klang, Sprache, Wörter und Sätze entwerfen.

Die Stipendien für rheinland-pfälzische Künstlerinnen und Künstler sind hinsichtlich des Mediums und Themas offen: Micha Das Bach (* in Rheinbrohl), die das 6-monatige Stipendium für New York erhält, arbeitet mit Installation, Performance, Intervention und Film; beeinflusst von der Tradition des »New Independent Cinema« hat sie eine eigene Filmsprache entwickelt. Selket Chlupka (*1981 in Germersheim) wird für ein halbes Jahr in Paris an einer raumbezogenen Installation arbeiten, mit der sie das Prinzip der Collage ins Dreidimensionale überführt – dabei folgt sie einer eigenen Logik, die auf Verschachtelung von inneren und äußeren Einflüssen beruht. Der Künstlerin Andrea Dettmar (*1972 in Landau) wurde das zweite Stipendium für Paris verliehen; in ihren Arbeiten treffen Bilder, Objekte, Orte, Geschichten und Erzählungen aus unterschiedlichen Zusammenhängen aufeinander und vermischen sich – so könnte sie sich für ihre Zeit in Paris die Erstellung einer Art »Travelogue« vorstellen, mit dem sie spontan auf Erfahrungen reagiert. Carola Deye (*1974 in Oldenburg), die in Mainz studiert hat, wird drei Monate in Südkorea verbringen, wo sie die Spannbreite von traditioneller und moderner Kultur beobachten und eine szenische Installation über ihre Erfahrungen in der Fremde entwickeln möchte. Sebastian Haslauer (*1982 in Ostfildern/Ruit), der ebenfalls in Mainz sein Studium absolviert hat, erhält ein Stipendium für das brandenburgische Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf; dort wird er seine Arbeit mit Malerei und Collage fortsetzen, in der er sich mit Themen wie Kapitalismus und Katastrophe, Pop und Kultur sowie www und PVC auseinandersetzt und aus dem visuellen Müll unserer Gegenwart neue Zusammenhänge herstellt. 

Die beiden sechsmonatigen Projektstipendien wurden an Stefan Mildenberger (*1980 Kirn/Nahe) und Ina Weber (*1964 in Diez/Lahn) vergeben. Stefan Mildenberger möchte seine Arbeit »WHAT IF YOUR SMARTPHONE IS ON«, für die er Daten von Smartphones scannt um Bilder zu generieren, durch Interaktion und Performance weiterentwickeln. Ina Weber plant, das Wohn- und Arbeitsumfeld kreativ Schaffender aus verschiedenen Städten und Ländern darzustellen – die Personen selbst bleiben unsichtbar und werden nur durch die Dinge, die sie umgeben und die Spuren, die sie hinterlassen, porträtiert.

Julia Katharina Thiemann (*1981 in Hamburg) erhält das neunmonatige Kuratorenstipendium im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Das Gedankengut Dadas lässt sich bereits jetzt schon in ihren kuratorischen Projekten finden, indem sie verschiedene Wege auslotet, Kunst und alltägliches Leben miteinander zu verzahnen. Im letzten Monat des Stipendienaufenthalts wird sie die Abschlussausstellung mit allen Stipendiatinnen und Stipendiaten in den historischen Räumen des Arp Museums Bahnhof Rolandseck realisieren.

Die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien wird von einer unabhängigen Fachjury getroffen, bestehend aus Kunstexpertinnen und -experten, die verschiedene künstlerische Berufsgruppen vertreten. Für die Balmoral- und Landesstipendien 2015 lagen der Jury insgesamt 232 gültige Bewerbungen aus aller Welt vor. Besonders zahlreich haben sich wieder Künstlerinnen und Künstler für die internationalen Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral beworben. Dies bestätigt die Attraktivität der Konzentration auf jeweils nur eine Gattung oder ein Thema hinsichtlich der Balmoral-Stipendien – eine Ausrichtung, die seit 2013 besteht. Das besondere Augenmerk auf das Motto Dada ist nicht zuletzt durch das 100-jährige Jubiläum der Bewegung im Jahr 2016 zustande gekommen. So widmet sich das Künstlerhaus Schloss Balmoral mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten der Frage: Welche Rolle spielt Dada heute noch? Mögliche Antworten gibt es dann in der Abschlussausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck 2016.

Weitere Informationen finden Sie hier. Die Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien für 2016 erfolgt Anfang Mai 2015.

 

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Konzert B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, Mittwoch, 26. November 2014, 19.30 Uhr

Foto des Pianisten und Komponisten Chris Jarret

Zeitgenössisches Klavier-Solo mit Chris Jarrett

Im zweiten Konzert der laufenden Spielzeit aus der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, präsentiert der Pianist und Komponist Chris Jarrett eigene Kompositionen am Klavier. Am Mittwoch, den 26. November 2014 um 19.30 Uhr ist Chris Jarret unter dem Titel »Tales of our Times« im Künstlerhaus Schloss Balmoral zu Gast. 

Pressefoto zum Download: Chris Jarrett

Chris Jarrett (*1956), gebürtiger US-Amerikaner, ist seit den 80er Jahren zunächst in Neuhäusel bei Koblenz und inzwischen im südlichen Rheinland-Pfalz beheimatet. Er wurde inspiriert von seinem ersten Lehrer Vinzenz Ruzicka und Komponisten wie Béla Bartók, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Frank Zappa, Jean Sibelius, Dirigenten wie George Szell und Carl Schuricht sowie Pianisten wie Artur Schnabel und Carl Seemann und Charles Mingus aus dem Bereich Jazz. In seinen Kompositionen erarbeitet er sich Klangdimensionen der Minimal Music durchsetzt mit Komponenten aus Klassik, Romantik und des Modern Jazz.

Sein Klavierspiel wird als virtuos und dynamisch beschrieben. In seinem Ausdruck hat er ein weites Spektrum von »wild, rhythmisch und innig«, bis hin zu »episch und jazzig«. Für seine Konzerte ist er auf der ganzen Welt unterwegs, sitzt aber ebenso gerne zu Hause, um zu komponieren. Er sagt über sich selbst, dass er in diesem Solo-Programm »eine neue Art zu improvisieren« entwickelt habe.

Tales of our Times
Chris Jarrett
, Klavier und Moderation
Neue Werke von und mit Chris Jarrett

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr 

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral und steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin Doris Ahnen.

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag, 31. Oktober 2014, 18 Uhr, Bergstation Kurwaldbahn auf der Bismarckhöhe und anschließend Römerstraße 27, Bad Ems

Christine Rusche | Serhii Torbinov

  • Cover der Einladung, Arbeiten Christine Rusche, Serhii Torbinov

Am Freitag, dem 31. Oktober 2014 um 18 Uhr wird die nächste Ausstellung »Made in Balmoral« eröffnet. Als Besonderheit gibt es dieses Mal eine Außenstation im Kurpark auf der Bismarckhöhe, Treffpunkt zum ersten Teil der Ausstellungseröffnung ist die Bergstation der Kurwaldbahn um 18 Uhr. Im Anschluss geht es dann zum zweiten Teil in den Ausstellungsraum »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27. Es ist die zweite Präsentation der 9-Monats-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, die noch bis Februar 2015 im Künstlerhaus Schloss Balmoral leben und arbeiten. In diesem Jahr konzentrieren sich die Balmoral-Stipendien auf Malerei und auch in dieser Ausstellung wird das vielseitige Spektrum des Mediums deutlich: Christine Rusche und Serhii Torbinov überführen die Malerei in den Raum und komponieren einzigartige räumliche Strukturen, die in direktem Bezug zum jeweiligen Ort stehen.

Pressebilder zum Download:
Christine Rusche, »DEAD RECKONING« (Detail), PVAC Wandfarbe, 12 x 12,5 x 6,3 m, Kunsthalle Mainz, 2008/09, © Christine Rusche
Serhii Torbinov, »Rhythm. Strained relations between nature and mankind«, 2013, ortsspezifische Installation, 13 m, Region Volyn, Ukraine, © Serhii Torbinov
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben)  

Christine Rusches (*1971 in Kühlungsborn, lebt und arbeitet in Berlin) »Raum-Zeichnungen« – raumgreifende Wandmalereien – sind jeweils für einen bestimmten Ort erarbeitet. Sichtbare wie auch unsichtbare Faktoren, die die Wahrnehmung von Raum mitbestimmen, sind Basis einer fiktiven Raumstruktur, die zugleich eigenständig und ortsbezogen ist. Ihre reduzierte visuelle Sprache in Schwarz-Weiß ist eine Art grafische Notation, die Richtungen, Perspektiven, Rhythmen und Bewegungen im Raum beschreibt. Zusammen mit der vorhandenen Architektur bildet sie eine untrennbare Einheit. In einem simultanen Prozess aus Betrachtung und Erinnerung erschließt sich die Arbeit nur durch eine fortwährende Verortung zu Bild und Raum.

Serhii Torbinov (*1987 in Lutsk, Ukraine) nutzt malerische Mittel zur Befragung von Raum, Zeit und Ort. Alles entwickelt sich in Auseinandersetzung mit dem Ort und vor allem vor Ort. So spielt auch Bad Ems als aktueller Lebensmittelpunkt eine entscheidende Rolle – sei es thematisch, als Bildträger oder als Fundgrube für Materialien. Boden-, Decken- und Wandflächen von leerstehenden Gebäuden fungieren als Leinwände. Die Werke entstehen oft mit Spraydosen als Graffiti, so hat er bereits an verschiedenen Stellen in Bad Ems Arbeiten realisiert. Auch die Natur wird gelegentlich zum Bilder-Rahmen. Auf der Bismarckhöhe zeigt Serhii Torbinov seine Installation »Hotel Balzer. Transfer«. Das ehemalige Bad Emser Hotel wird künstlerisch umkreist und auf neue Art begehbar.

Ausstellungsorte: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27 | Kurpark Bismarckhöhe, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 1. November bis 21. Dezember 2014
Öffnungszeiten: Samstag, 1. und Sonntag, 2. November 2014, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V., der Staatsbad Bad Ems GmbH und der Stadt Bad Ems.

 

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Konzert B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, Donnerstag, 25. September 2014, 19.30 Uhr

Simply Reed Ensemble
Simply Reed

Simply Reed – vier Mal Saxofon 

Auch in der Spielzeit 2014/15 gibt es eine Fortsetzung der erfolgreichen Konzertreihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge. Sie widmet sich ausschließlich dem Bereich der zeitgenössischen Musik, die in Kooperation des  Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems in verschiedensten Besetzungen zur Aufführung kommt. 

Pressefoto zum Download: Simply Reed

Beim Auftaktkonzert zur neuen Spielzeit am Donnerstag, 25. September 2014, um 19.30 Uhr bringt das Ensemble »Simply Reed« seine Saxofone zum Klingen. Einziges Mitglied der Rheinischen Philharmonie und gleichzeitig die einzige Frau ist hier Alexandra von Hammel-Herche am Altsaxofon. Im Künstlerhaus Schloss Balmoral spielen alle vier gemeinsam Werke von Komponisten dreier Kontinente. Der aus Argentinien stammende Astor Piazolla dürfte der bekannteste unter den hier aufgeführten Komponisten sein. Neben ihm werden unter anderem Werke von Paquito D´Rivera aus Kuba und Frank Timpe aus Deutschland zu hören sein.

Alle an diesem Abend aufgeführten Werke haben gemeinsam, dass sie in den letzten 20 Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden sind. Die viersätzige »New York Suite« (1980) von Paquito D´Rivera ist das älteste der Stücke mit Jazzklang und Raum für Improvisation. Demgegenüber steht »Histoire du Tango«, ein Stück, in dem Astor Piazolla musikalisch erzählt, wie der Tango entstand. Piazolla wurde dafür bekannt, den Tango neu erfunden zu haben. Der Brite Richard Rodney Bennett hat sich nach einigen Filmmusik-Kompositionen in den letzten Jahren eher auf Jazz konzentriert und wird von Kritikern als einer der vielseitigsten zeitgenössischen Komponisten bezeichnet. Günter Bialas widmete seine »Sechs Bagatellen« dem berühmten »Raschèr Saxophon Quartett«. Mit dem Stück »Blackout«, erst dieses Jahr von Frank Timpe komponiert, gibt es an diesem Abend sogar eine deutsche Erstaufführung zu hören.

Ziel der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge ist es, die Vielseitigkeit der zeitgenössischen Musik zu präsentieren. In den weiteren Konzerten der Saison kommen am 26. November 2014 neue Werke von und mit Chris Jarrett sowie am 19. Februar 2015 Werke für zwei Violen und Klavier zur Aufführung. Am 29. Mai 2015 erklingen zum Abschluss Werke für ein Ensemble aus Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier von dem japanischen Komponisten Toru Takemitsu.
 
Christoph Herche, Sopransaxofon
Alexandra von Hammel-Herche, Altsaxofon
Christian Gansemer, Tenorsaxofon
Frank Timpe, Baritonsaxofon

Richard Rodney Bennett
Quartett

Frank Timpe
Blackout

Günter Bialas
Sechs Bagatellen

Paquito D´Rivera
New York Suite

Astor Piazzolla
Histoire du Tango

Karten (12 € ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral und steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin Doris Ahnen.

 

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Offene Ateliers, Samstag, 13. und Sonntag, 14. September 2014, 14 bis 19 Uhr

Einblick in Atelier

Am Samstag, den 13. und Sonntag, den 14. September laden die aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems in ihre Ateliers ein. Besucherinnen und Besucher haben die einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und mit den internationalen Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die Studios von Cornelia Renz, Christine Rusche, Serhii Torbinov und Nazim Ünal Yilmaz sind jeweils von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

Pressebild zum Download
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Veranstaltung)  

Insgesamt öffnen etwa 250 Künstlerinnen und Künstler in Rheinland-Pfalz ihre Ateliers. Die Aktion des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz e. V. findet in diesem Jahr zum 22. Mal statt und wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur unterstützt. 

Weitere Infos zu den aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten finden Sie hier; Informationen zu der Aktion insgesamt unter: www.bbkrlp.de

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag, 5. September 2014, 19 Uhr

Cornelia Renz | Nazim Ünal Yilmaz

  • Einladungscover Renz/Yilmaz

Am Freitag, dem 5. September 2014 um 19 Uhr wird die nächste Ausstellung im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 eröffnet. Es ist die erste Präsentation der 9-Monats-Stipendiatinnen und –Stipendiaten, die bis Februar 2015 im Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems leben und arbeiten. Zu sehen sind malerische Werke von Cornelia Renz und Nazim Ünal Yilmaz, die während der ersten drei Monate ihres Stipendiums in Bad Ems entstanden sind. In diesem Jahr konzentrieren sich die Balmoral-Stipendien auf Malerei – die Doppelausstellung zeigt die reiche Bandbreite des Mediums, beispielsweise in Bezug auf Farbmaterial, Bildträger oder auch Format. Die Berliner Künstlerin Cornelia Renz stellt mit ihren fantastischen und farbintensiven Bildwelten vermeintlich feststehende Kategorien in Frage. Nazim Ünal Yilmaz, der aus der Türkei stammt, widmet sich der ganzen Bandbreite von existenziellen Themen stets mit einem humorvollen Gestus.

Pressebilder zum Download:
Cornelia Renz, »Good« (Detail), 2012, Pigmentstift auf zwei Scheiben Acrylglas, 185 x 285 x 8 cm, © Cornelia Renz
Nazim Ünal Yilmaz, »deep room« (Detail), 2014, Öl auf Leinwand, 140 x 160 cm, © Nazim Ünal Yilmaz
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Cornelia Renz (*1966 in Kaufbeuren, lebt und arbeitet in Berlin) erfasst die Welt durch die Linie. Mit Pigmentstiften zeichnet sie auf Acrylscheiben und legt diese dann übereinander. Ihre oft großformatigen Hinterglasmalereien beschäftigen sich mit politischen, soziokulturellen oder historischen Themen, andere widmen sich scheinbar persönlicheren Dingen. Auch die aktuelle Balmoral-Lebenswelt hält Einzug. Es entstehen dichte Beziehungsgeflechte mit einer Fülle von Versatzstücken – nackte Figuren treffen auf Tierskelette, florale Muster auf geometrische Konstrukte, Gewalt auf Kitsch. 

Nazim Ünal Yilmaz (*1981 in Trabzon, Türkei, lebt und arbeitet in Istanbul und Wien) setzt für die Erkundung der uns umgebenden Welt ganz auf Leinwand, Pinsel und Ölfarbe. Seine Gemälde changieren dabei zwischen Tagebucheintrag und Fiktion. Meist sind Menschen auf seinen Bildern zu sehen – mal karnevalesk, mal zerbrechlich. Auch die Frage nach dem eigenen Verhältnis zur traditionsreichen Malereihistorie findet Eingang. Alles verschmilzt zu traumähnlichen Szenerien, in denen Autobiografisches, Politisierung und Sexualisie­rung auf Abstraktion treffen. 

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 6. September bis 19. Oktober 2014
Öffnungszeiten: Samstag, 6. und Sonntag, 7. September 2014, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V.

 

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Künstlerkurs mit Thomas Kohl, Samstag, 20. September 2014, 10 bis 17 Uhr

Malerei von Thomas Kohl

Malen im Schloss Balmoral

Am Samstag, den 20. September von 10 bis 17 Uhr können Interessierte unter dem Titel »Von der Natur der Malerei« im Künstlerhaus Bad Ems selbst kreativ tätig werden. Ausgehend vom individuellen Wissensstand der Teilnehmenden erarbeitet der Kurs zeichnerische und malerische Möglichkeiten im Angesicht der Natur und in Wechselwirkung mit der zeitgenössischen Kunst.

Pressebild zum Download: Thomas Kohl, »Kamm«, 1990, 75 x 100 cm, Öl auf Leinwand (frei zur Berichterstattung über die entsprechende Veranstaltung bei Nennung der Copyrightangaben)  

Unter der sachkundigen Anleitung des an der Lahn lebenden Künstlers Thomas Kohl werden Sie im Künstlerhaus Schloss Balmoral in die Techniken der Aquarell- und Acrylmalerei ein- oder auch weitergeführt. Zusätzlich gibt es die Gelegenheit, bei einem Atelierbesuch mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses ins Gespräch zu kommen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, das Material wird gestellt. 

Verbindliche Anmeldung bis zum 14. September unter:
post@thomaskohl.de
 / Tel. 06439 5216
Gebühr: 80 Euro inklusive Material  

 

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Über 300 Bewerbungen für die Stipendien 2015

Für die Balmoral- und Landesstipendien 2015 sind 342 Bewerbungen aus aller Welt im Künstlerhaus Schloss Balmoral eingegangen. Eine überaus erfreuliche Resonanz, die für die Qualität des Stipendienangebotes des Landes Rheinland-Pfalz spricht. Das Bewerbungsverfahren wurde am 28. Juni 2014 abgeschlossen. Insgesamt werden für das nächste Jahr 14 Stipendien vergeben.  

Auch in diesem Jahr haben sich wieder besonders zahlreich Künstlerinnen und Künstler für die internationalen Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral beworben. Für diese musste der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit einen Bezug zu »Dada« aufweisen. Die hohe Anzahl an Bewerbungen bei der außergewöhnlichen Konzentration auf das Thema Dada bestätigt erneut die Attraktivität dieses bundesweit einmaligen Angebotes. Gleichzeitig wird deutlich, dass auch in der zeitgenössischen Kunst die Errungenschaften und das Erbe der Dadaisten durchaus ihre Spuren hinterlassen haben. Seit 2013 werden die Stipendien jeweils für eine künstlerische Gattung oder ein Thema ausgeschrieben. Durch den Fokus soll eine noch stärkere gegenseitige kreative Befruchtung unter den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht werden.

Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten wird voraussichtlich Ende Oktober bekannt gegeben. Die nächste Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien erfolgt Anfang Mai 2015.

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Donnerstag, 10. Juli 2014, 19 Uhr: Philip Emde | Hannah Schwegel | Lisa Weber

  • Fassade Made in Balmoral

Am Donnerstag, dem 10. Juli um 19 Uhr wird die nächste Ausstellung im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 in Bad Ems eröffnet. Zum zweiten Mal werden im Arbeiten von drei rheinland-pfälzischen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, die während ihrer vom Bundesland ermöglichten Stipendienaufenthalte 2013 entstanden sind. Die Balmoral-Jury zeichnete Philip Emde mit einem halbjährigen Stipendienaufenthalt in New York aus, Hannah Schwegel erhielt im vergangenen Jahr das halbjährige Projektstipendium und Lisa Weber verbrachte ein dreimonatiges Stipendium im Goyang Art Studio in Südkorea. Zur Ausstellungseröffnung sprechen Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral, Dr. Ariane Fellbach-Stein, Referentin für Bildende Kunst, Film und neue Medien des Landes Rheinland-Pfalz sowie Katrin Vattes M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin im Künstlerhaus.

Pressebild zum Download: »Made in Balmoral«

Philip Emde (*1976 in Mannheim, lebt und arbeitet in Neustadt/Weinstraße und Köln) arbeitet überwiegend mit den Medien Zeichnung, Videoinstallation und Buchkunst. Während seines Stipendiums in New York entstand eine Serie von Papierarbeiten mit Grafit und Sprühfarbe. Der Künstler hat sich den Bildträger durch kräftige Striche und sich scheinbar unendlich wiederholende Bewegungen zu Eigen gemacht. Der zeitintensive und emotionsgeladene Entstehungsprozess bleibt in den Werken sichtbar. Die mit Grafit überzogenen dunklen Vorderseiten stehen im starken Kontrast zu den intensiven Farben auf den Bildrückseiten, die an den Rändern bunte Schatten werfen. Philip Emdes Bilder scheinen auf den Farbschatten zu schweben und nehmen uns mit auf eine Reise durch Dunkelheit, Schatten und Licht.

Hannah Schwegel (*1977 in Northeim, lebt und arbeitet in Weilerbach und Berlin) ist Montage-Künstlerin. In ihren filmischen Arbeiten beschäftigt sie sich mit den Möglichkeiten von Montagekunst. Sie widmet sich dem so genannten »Rosa Rauschen«, physikalisch als »1/f« bezeichnet – ein für das menschliche Gehirn besonders angenehmer Rhythmus, der sich beispielsweise in der Wellenbewegung des Meeres einstellt. Mit den Mitteln der Kunst erforscht Hannah Schwegel diesen Mechanismus und nutzt die Erkenntnisse der Naturwissenschaften für eine ästhetische Erfahrung – sie will führen, entführen und verführen.

Lisa Weber (*1985 in Zweibrücken, lebt und arbeitet in Mainz) arbeitet mit Video, Installation und Fotografie. Ihre Werke entstehen aus konzentrierten Alltagsbeobachtungen heraus. Gerade in der Fremde wird Alltägliches wie das Wetter zur Besonderheit. In ihrer Fotoserie »after the rain« hält die Künstlerin Spuren des in Südkorea lang ersehnten Regens fest. Würde man so etwas zu Hause auch wahrnehmen? In ihrem Video »current« lässt sie die knapp formulierten Wettermeldungen eines bestimmten Tages in den Hauptstädten der Welt an uns vorbeirauschen – eine sprachlich globale Wetterkarte. Lisa Webers formale Reduktion bewirkt eine Konzentration auf die eigene Wahrnehmung.          

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 11. Juli bis 31. August 2014
Öffnungszeiten: Samstag, 12. und Sonntag, 13. Juli 2014, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V.

 

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Schloss Balmoral mit Stefan Eichhorn auf der KUNST direkt, Freitag, 4. bis Sonntag, 6. Juli 2014, 12 bis 19 Uhr (Sa bis 21 Uhr)

Installation von Stefan Eichhorn

Das Künstlerhaus Schloss Balmoral präsentiert Stefan Eichhorns Installation »100 Suns« auf der Messe KUNST direkt 2014, die vom 4. bis zum 6. Juli in der Rheingoldhalle Mainz stattfindet. Der Leipziger Künstler war im Jahr 2013 Anwesenheitsstipendiat im Schloss Balmoral, wo auch das Werk »100 Suns« entstanden ist. 

Pressefoto zum Download: Stefan Eichhorn »100 Suns« (Detail), 2013, Maße variabel, © Stefan Eichhorn (frei zur Berichterstattung über die entsprechende Veranstaltung bei Nennung der Copyrightangaben)  

Stefan Eichhorn widmet sich in seinen Arbeiten der Überprüfung von utopischen Welt- und Gesellschaftsentwürfen. Dabei untersucht der Künstler architektonische Vorhaben genauso wie fantastische Ideen oder partizipative Modelle. Seine handwerklich überaus anspruchsvollen und präzisen Werke verfolgen und visualisieren solche Gedanken konsequent bis ins Letzte. Stefan Eichhorns Installation trägt den Titel »100 Suns«. Ein Arrangement aus Stativen bleibt zunächst dunkel und erhellt sich nur durch die Aktivität von Besucherinnen und Besuchern in dessen Nähe. Ein Lichtspiel, das durch die Bewegung der Anwesenden in Gang gesetzt und gleichzeitig auch gesteuert wird. Nur wer neugierig ist und sich das Stativwäldchen aus der Nähe ansieht, erlebt die Gesamtheit der Installation.

Veranstaltungsort: Rheingoldhalle, Rheinstraße 66, 55116 Mainz

Weitere Informationen zur KUNST direkt finden Sie hier

 

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Sommerfest, Samstag, 28. Juni 2014, ab 17.00 Uhr

Am Samstag, dem 28. Juni 2014 findet ab 17 Uhr das alljährliche Sommerfest im Künstlerhaus Schloss Balmoral statt. An diesem Tag werden die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten, die von Juni 2014 bis Februar 2015 in Bad Ems leben und arbeiten, offiziell begrüßt. Gleichzeitig gibt es beim Sommerfest auch die Möglichkeit, ehemalige künstlerische Gäste wiederzusehen. 

Zur Begrüßung um 17 Uhr sprechen Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral, Dr. Ariane Fellbach-Stein, Referentin für Bildende Kunst, Film und neue Medien des Landes Rheinland-Pfalz und Guido Lotz, Vorsitzender des Fördervereins Balmoral 03 e. V. 

Im Anschluss wird Dr. Oliver Kornhoff die 9-Monats-Stipendiatinnen und Stipendiaten vorstellen: Die Künstlerinnen und Künstler Cornelia RenzChristine RuscheSerhii Torbinov und Nazim Ünal Yilmaz sowie den Kurator Arne Reimann. Von 18 bis 19 Uhr öffnen die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Ateliers und geben erste Einblicke in ihre Arbeit. Weiterhin erwarten Sie im Foyer von Schloss Balmoral Werke von Hyejin Cho, Stipendiatin aus Südkorea, die seit Mitte Mai im Künstlerhaus lebt und arbeitet. 

Pressefotos zum Download:
Künstlerhaus Schloss Balmoral 1
Schloss Balmoral 2
Hyejin Cho, »outskirts«, 2011, PET-Folie, © Hyejin Cho
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Veranstaltung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Ab 18 Uhr gibt es Variationen vom Grill und ein reichhaltiges Salat-Buffet sowie Live-Musik mit »Yannick Monot – Helt Oncale’s Louisiana Band«. Genießen Sie die abendliche Bad Emser Sonne vor dem Künstlerhaus bei einem Glas Wein oder einem kühlen Bier. Für all diejenigen, die das Künstlerhaus Schloss Balmoral und seine Geschichte noch nicht kennen, wird um 19.30 Uhr eine Schloss-Führung mit Annegret Werner-Scholz angeboten.

Anmeldung unter info@balmoral.de bis zum 22. Juni 2014

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag, 9. Mai 2014, 19 Uhr - Martin Bruneau | Markus Saile | Caroline Streck

  • Cover-Bilder der Einladung

Am Freitag, dem 9. Mai um 19 Uhr wird die Ausstellung der drei aktuellen Balmoral-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, die von März bis Mai im Künstlerhaus Bad Ems leben und arbeiten, im »Made in Balmoral« eröffnet. Der Stipendiatenjahrgang 2014 setzt sich ausschließlich aus Künstlerinnen und Künstlern zusammen, deren Schwerpunkt im Medium Malerei liegt. Ganz im Sinne »Made in Balmoral« zeigen Martin Bruneau, Markus Saile und Caroline Streck in der Römerstraße 27 Malereien, die während ihrer Zeit in Bad Ems entstanden sind.

Pressebild zum Download:
Martin Bruneau, »Hands – Mains« (Detail), 2014, Öl auf Leinwand, 50 x 50 cm, © Martin Bruneau (frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyright-/Fotografenangaben)    

Martin Bruneau (*1960 in Ottawa, Kanada; lebt und arbeitet in Autun und Paris) untersucht die historischen und aktuellen Möglichkeiten von Malerei. In Bad Ems arbeitet der Künstler an einer Serie, die sich Théodore Géricaults Gemälde »Das Floß der Medusa« von 1819 widmet. So analysiert Martin Bruneau, der das Balmoral-Stipendium im Zuge des Austausches zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Partnerregion Burgund erhalten hat, in der Fremde mit gewissem Abstand eine der Ikonen der französischen Kunst. Wie ein Puzzle zerteilt er das Bild visuell und greift einzelne Partien im Maßstab 1:1 auf. Mit frischem Blick für Details durchleuchtet er das Gemälde malerisch. Für Martin Bruneau ist dieses Vorgehen ein Mittel um die Welt, in der wir leben, zu befragen und auf andere Weise zu verstehen.

Markus Saile (*1981 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Köln) arbeitet mit Überlagerung. Zu Anfang präpariert er seine Bildträger altmeisterlich mit Kreidegrund. Schicht um Schicht entstehen seine Werke – Formen, Strukturen und Farbatmosphären legen sich über- und nebeneinander. Der Kölner Maler verwendet Ölfarbe, die er gelegentlich bis zur Transparenz verdünnt. Er trägt Farbe nicht nur auf, sondern entfernt sie auch wieder. Alle Fragen, die während des Malprozesses auftauchen – ob Zufall oder Komposition – bleiben als beiläufige, sich überlagernde Spuren sichtbar. Markus Saile bündelt in seinen Bildern die Qualität von Zeitlichkeit – er (ver)führt uns in ein Abenteuer des Sehens ohne Anfang und Ende.

Caroline Streck (*1986 in Kempen am Niederrhein, lebt und arbeitet in Saarbrücken) vereinzelt in ihren Arbeiten alltägliche Dinge. Eine Markise, ein Blumenkasten aus Plastik oder ein halb heruntergelassener Rollladen vor einem Fenster werden in ihrer realen Größe auf die Leinwand gebracht. Die Künstlerin rückt Gewöhnliches aus unserer urbanen Lebenswelt in den Fokus, es wird zum bedeutsamen Motiv. Wir als Betrachterinnen und Betrachter pendeln zwischen dem greifbaren, realen Sein der Dinge und der präzisen malerischen Struktur. Die ausgewählten Bildvorlagen berichten von zeittypischen Modeerscheinungen unserer Konsumgesellschaft. Caroline Streck schafft feine, detailreiche Malereien und setzt mit wohltuendem Humor mitunter auch »typisch Deutsches« ins Bild.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 10. Mai bis 29. Juni 2014
Öffnungszeiten: Samstag, 10. und Sonntag, 11. Mai 2014, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e.V. 

 

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Konzert B.E.N.K – VIER, Mittwoch, 7. Mai 2014, 19.30 Uhr

Lukas Ligeti

Lukas Ligeti an der Lahn

Im vierten Konzert der laufenden Spielzeit aus der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, eine Kooperation der Rheinischen Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, präsentiert der Komponist und Perkussionist Lukas Ligeti eigene Kompositionen für elektronische Marimba. Am Mittwoch, den 7. Mai 2014 um 19.30 Uhr ist Lukas Ligeti im Schloss Balmoral zu erleben. 

Pressefoto zum Download: Lukas Ligeti, Fotograf: Matthias Clamer (frei zur Berichterstattung über das entsprechende Konzert bei Nennung der Bildangaben)

Lukas Ligeti (*1965), Sohn des bedeutenden Komponisten Györgi Ligeti, fühlt sich auf mehreren Kontinenten beheimatet. Geboren in Österreich, aufgewachsen in Europa und nun in den USA lebend lässt er sich von unterschiedlichsten Musikstilen zu seinen Kompositionen inspirieren. Vor allem der afrikanische Kontinent mit seinem Reichtum und unterschiedlichsten Denkansätzen über Musik und Musizieren fasziniert ihn. Seine Kompositionen sind geprägt durch die Offenheit gegenüber verschiedenen Stilen, gepaart mit Originalität und einzigartigen Ideen. Sie beinhalten meist ungewöhnliche Rhythmen mit mehreren Tempi gleichzeitig und bilden rhythmische Konsonanzen, Dissonanzen sowie Melodien.

Neben seiner Leidenschaft für das Schlagzeug interessiert sich Ligeti auch für Elektronik. So kam er an das außergewöhnliche Instrument elektronische Marimba. Entwickelt vom Amerikaner Don Buchla, wird sie trotz ihrer Vielseitigkeit nur von sehr wenigen Menschen gespielt. Ligeti verbindet auf diesem Instrument die Möglichkeit, Melodien zu spielen, ohne seine Perkussionstechnik zu vernachlässigen. Seine an diesem Abend erklingende Solomusik kombiniert komponierte und improvisierte Elemente und ist stark von verschiedenen afrikanischen Musikformen beeinflusst. 

Lukas Ligeti, Elektronische Marimba

Werke von Lukas Ligeti

Karten (12 € ermäßigt 8 €)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.00 Uhr 

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral und steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin Doris Ahnen. 

 

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Konzert B.E.N.K – DREI, Freitag, 21. März 2014, 19.30 Uhr - Französisch-deutscher Dialog unter Streichern

Ayumu Ideue, Yoël Cantori, Nanako Tsuji, Konstantina Pappa, Fotograf: Beat Sieber
Ayumu Ideue, Yoël Cantori, Nanako Tsuji, Konstantina Pappa, Fotograf: Beat Sieber

Im dritten Konzert der laufenden Spielzeit aus der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, eine Kooperation der Rheinischen Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, präsentieren Musiker des Staatsorchesters zeitgenössische Kompositionen für Streichinstrumente. Am Freitag, den 21. März 2014 um 19.30 Uhr sind Ayumu Ideue (Violine), Konstantina Pappa (Violine), Nanako Tsuji (Viola) und Yoël Cantori (Violoncello) unter dem Titel »Ein Zwiegespräch – zeitgenössische Komponisten aus Deutschland und Frankreich« an der Lahn zu Gast. 

Pressefoto zum Download: Ayumu Ideue, Yoël Cantori, Nanako Tsuji, Konstantina Pappa, Fotograf: Beat Sieber (frei zur Berichterstattung über das entsprechende Konzert bei Nennung der Bildangaben)

Der Kammermusikabend im Schloss Balmoral wird mit einem Satz aus dem Streichquartett »Ombra Felice« von Régis Campo eröffnet – eine Komposition, die den Musikern gleich zu Beginn ein hohes Maß an Spielfertigkeit abverlangt. Der Franzose komponierte das Werk 2007. 

Anschließend folgen Kompositionen für Soloinstrumente: Zunächst erklingt das kurze »C’est un jardin secret, ma soeur, ma fiancée, une source scellée, une fontaine close...«. 1994 komponierte Tristan Murail das Werk als Hochzeitsgeschenk für ein befreundetes Brautpaar. In kurzer Abfolge entfalten sich auf der Viola gleitende Tempi und unterschwellige Schwankungen des Drucks der Finger auf dem Griffbrett und des Bogens auf den Saiten. Es folgt eine Komposition für Violine, gespielt von Konstantina Pappa, bei der die Saiten mit Papierklammern präpariert werden: »Study III for Treatise on the Veil« von Matthias Pintscher wurde 2007 von Carolin Widmann in der Alten Oper Frankfurt uraufgeführt. Darauf antwortet Yoël Cantori auf dem Violoncello mit »Trois strophes sur le nom de Sacher«. In dem Werk, das der im vergangenen Jahr verstorbene Henri Dutilleux 1976 komponierte, lotet der Komponist unterschiedlichste Klangfarben des Instrumentes aus – von Flageolett-Griffen über kontemplative Klänge bis hin zum wilden, alle Register ziehenden letzten Satz. »ITI pour violon« des französischen Komponisten Pascal Dusapin erklingt als letztes Solo-Stück, gespielt von Ayumu Ideue.

Nach diesem Dialog endet das Konzert mit dem 2003 komponierten »Jagdquartett« des in Deutschland geborenen Jörg Widmann, bei dem wieder alle vier Akteure beteiligt sind.

Ayumu Ideue, Violine
Konstantina Pappa, Violine
Nanako Tsuji, Viola
Yoël Cantori, Violoncello 

Regis Campo (*1968)
Notturno aus Quatuor à Cordes no 3 »Ombra Felice«
Tristan Murail (*1947)
C’est un jardin secret, ma soeur, ma fiancée, une source scellée, une fontaine close...
Matthias Pintscher (*1971)Study III for Treatise on the Veil
Henri Dutilleux 
(1916–2013)
Trois strophes sur le nom de Sacher
Pascal Dusapin 
(*1955)
ITI pour violon

Jörg Widmann 
(*1973)
Jagdquartett

Karten (12 € | ermäßigt 8 €)Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272Online über www.ticket-regional.deAbendkasse ab 19.00 Uhr 

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral und steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin Doris Ahnen.

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag, 14. März 2014, 19 Uhr - Lotte Günther | Sandra Heinz | Marlon Wobst

  • Cover-Bilder Einladung

Am Freitag, dem 14. März um 19 Uhr wird die erste Ausstellung 2014 im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 in Bad Ems eröffnet. Die Ausstellung vereint Arbeiten von drei Künstlerinnen und Künstlern, die während ihrer vom Land Rheinland-Pfalz ermöglichten Stipendienaufenthalte 2013 entstanden sind. »Made in Balmoral« steht bei dieser Ausstellung daher für den Ort – Schloss Balmoral – an dem die Künstlerinnen und Künstler sowie die Werke ausgewählt wurden. Die Jury zeichnete Lotte Günther, die in Mainz studiert hat, mit einem halbjährigen Stipendienaufenthalt an der Cité Internationale des Arts in Paris aus. Auch die gebürtige Rheinland-Pfälzerin Sandra Heinz erhielt im vergangenen Jahr ein Stipendium für Paris. Marlon Wobst, der ebenfalls in Mainz studiert hat, verbrachte ein fünfmonatiges Stipendium im brandenburgischen Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Zur Ausstellungseröffnung sprechen Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral, Dr. Ariane Fellbach-Stein, Referentin für Bildende Kunst, Film und Neue Medien des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie Katrin Vattes M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Pressebild zum Download:
Lotte Günther, o. T., 2013, Satinbänder, Holz, ca. 280 x 700 x 500 cm, Ausstellungsansicht, Galerie des Arts Plastiques, St. Denis, Frankreich, © Lotte Günther
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyright-/Fotografenangaben)   

Lotte Günther (*1983 in Heidelberg) lotet die Möglichkeiten und Grenzen von Malerei aus. In ihrer Arbeit geht es um malerisches Experimentieren, was sie häufig zu ungewöhnlichen Materialien und installativen Formen führt. Im »Made in Balmoral« zeigt die Künstlerin eine begehbare Installation aus unzähligen Satinstreifen. Sie lädt die Betrachterinnen und Betrachter ein, in ein Meer aus kunterbunten Bändern einzutauchen. Erst durch die Bewegung innerhalb der Installation und um diese herum wird Lotte Günthers Bildraum erfahrbar. Linien verschieben sich gegen- sowie übereinander und bilden einen flimmernden Farbkörper – immer neue An- und Einsichten ergeben sich.

Sandra Heinz (*1962 in Burbach) arbeitet seit mehreren Jahren mit Kleidung. Dabei interessiert sie sich sowohl für das Inhaltliche, was die Kleider über einen Menschen verraten, als auch für das Materielle, sprich die Stofflichkeit. Sie nutzt beispielsweise Kleidungsstücke von bestimmten Personen zum Materialdruck oder versteift diese durch Farbe zu skulpturalen Objekten. Während ihres Stipendiums in Paris hat die Künstlerin Menschen aus der ganzen Welt getroffen. Daraus hat Sandra Heinz die Arbeit »let’s talk about clothes« entwickelt – 16 Kurzfilme, in denen Männer und Frauen über ihre Einstellung zu Kleidung sprechen. Parallel dazu sind Fotoarbeiten mit Ausschnitten der getragenen Kleidungsstücke entstanden.

Marlon Wobst (*1980 in Wiesbaden) ist Maler. Klassisch in Öl auf Leinwand erzeugt er Atmosphären, die frisch und unbefangen wirken. Der Umgang mit Pinsel und Farbe zeugt von seinem Mut zum Humor – auch sich selbst gegenüber. Beispielsweise porträtiert er sich in Form einer nachdenklich wirkenden Sauciere. Im Bild »Gruppe« scheint eine aufgebrachte Menschenmenge zu randalieren – oder feiern sie vielleicht doch nur? Ein Stabhochspringer beim Emporsteigen ist schwindelerregend auf den Kopf gestellt – man ist nicht ganz sicher wie der Sprung ausgeht. Mit offenem Ausgang wischt, spachtelt oder kratzt Marlon Wobst gesichtslose Figuren, Körperfragmente und Gegenstände auf die Leinwand – stets mit feiner Ironie und Menschenliebe.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 15. März bis 27. April 2014
Öffnungszeiten: Samstag, 15. und Sonntag, 16. April 2014, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Balmoral 03 e. V.

 

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Konzert B.E.N.K – ZWEI, Samstag, 23. November 2013, 20 Uhr - Katholische Pfarrkirche St. Martin, Viktoriaallee, Bad Ems

Solofagott und Kammerchor musizieren gemeinsam

Im zweiten Konzert der laufenden Spielzeit der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge in Kooperation mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz ist am Samstag, den 23. November 2013 um 20 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Martin Bad Ems ein einzigartiges Zusammenspiel zu erleben. Hinter dem Titel »Chorklang und Fagottgesang« verbirgt sich eine sowohl seltene, als auch äußerst reizvolle und faszinierende Musik. Der Koblenzer Chor Collegium Vocale unter seinem Dirigenten Manfred Faig begibt sich in einen musikalischen Dialog mit Nikolaus Maler, Solofagottist der Rheinischen Philharmonie. 

Pressefoto zum Download: Nikolaus Maler, Fagott, Collegium Vocale, Manfred Faig, Musikalische Leitung, Fotograf: Robert Hoischen (frei zur Berichterstattung über das entsprechende Konzert bei Nennung der Bildangaben)  

Als Höhepunkt des Konzertes kommt die Komposition »Sonett« von Benjamin Schweitzer (*1973) zur Uraufführung. Benjamin Schweitzer, zeitgenössischer Komponist vor allem im Bereich der Kammer- und Ensemblemusik, hat sie extra für diesen Dialog komponiert, die Probenarbeit betreut und wird auch bei der Uraufführung anwesend sein. Darin verwendet der Komponist Zeilen aus dem 132. Sonett des italienischen Dichters Francesco Petrarca sowie aus Martin Opitz‘ Nachdichtung. Der Chorsatz, der das Solofagott wie ein »Echoraum« begleitet, beinhaltet einzelne Textzeilen oder -fragmente. Zu Beginn des Konzertes erklingt »Serenity« des in Norwegen geborenen Komponisten Ola Gjeilo (*1978), hier bilden Chor und Fagott eine miteinander verschmelzende Einheit. Das eindrucksvolle und sakrale »Agnus Dei« des norwegischen Komponisten Egil Hovland (*1924) wird zum Abschluss aufgeführt. 

Der Kammerchor Collegium Vocale Koblenz wurde 1987 gegründet. Er nimmt einen festen Platz im Koblenzer Kulturleben ein und gestaltet regelmäßig Konzerte. Die rund 35 Sängerinnen und Sänger pflegen ein vielseitiges Repertoire und möchten mit der Aufführung zeitgenössischer Vokalmusik dem Konzertbesucher überraschende und eindringliche Hörerlebnisse eröffnen. Nikolaus Maler erhielt seine Ausbildung in der renommierten Fagottklasse von Prof. Klaus Thunemann in Berlin. Er wurde mit zahlreichen Ehren ausgezeichnet, darunter Bundespreise bei Jugend musiziert und ein Stipendium des Bundespräsidenten beim Wettbewerb deutscher Musikhochschulen 1998.

Nikolaus Maler, Fagott
Collegium Vocale
Manfred Faig
, Musikalische Leitung

Ola Gjeilo
Serenity

Benjamin Schweitzer

Sonett
 (Uraufführung)
Egil Hovland

Agnus Dei op. 167
 

Karten (12 € 8 € ermäßigt)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19.30 Uhr

Die Reihe B.E.N.K - Bad Emser Neue Klänge wird in Kooperation mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmie, Koblenz veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin Doris Ahnen.   

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag, 18. Oktober 2013, 19 Uhr

Franziska Hünig | Patricia Lambertus

  • Einladungscover FRanziska Hünig, bemalte Planen über Bauzaun
  • Einladungscover Patricia Lambertus, Tapetenansicht

Am Freitag, dem 18. Oktober um 19 Uhr wird die fünfte Ausstellung im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 eröffnet. Es ist gleichzeitig die Abschluss-Doppelausstellung der aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten, die noch bis Dezember im Künstlerhaus Schloss Balmoral leben und arbeiten. Die Berliner Künstlerin Franziska Hünig taucht das »Made in Balmoral« mit ihrer Malerei-Installation in knallige Farben. Patricia Lambertus aus Bremen führt die Besucherinnen und Besucher mit ihrer Panoramatapete durch eine Landschaft zwischen Schönheit und Gewalt.

Pressebilder zum Download:
Franziska Hünig, »Geradewegs«, Ausstellungsansicht, 2013, © Franziska Hünig
Patricia Lambertus, »Kiss me, Hardy« (Detail), 2013, © Patricia Lambertus
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyright-/Fotografenangaben)  

Franziska Hünig (*1970 in Dresden) nutzt für ihre raumgreifenden Installationen die Rückseiten von ausrangierten Werbeplanen, die sie mit grellen und intensiven Farben bemalt. Ihr Farbauftrag mit Pinsel und Rakel steht dabei in Wechselwirkung zur Eigendynamik des Materials – Kontrolle trifft auf Kontrollverlust. Die bemalten Bahnen installiert sie über-, unter- und nebeneinander auf der Wand oder im Raum, wobei sie auch die industriell bedruckten Vorderseiten einbezieht. So schafft Franziska Hünig Malerei-Installationen, die mit Zwei- und Dreidimensionalität spielen und die abstrakte Malerei in Kontrast setzen zu Fragmenten gedruckter Werbebilder. 

Patricia Lambertus (*1970 in Kempten) verwendet als motivisches Ausgangsmaterial Tapeten, die sie fotografiert, collagiert und weiterverarbeitet sowie eigene Fotos und Bildmaterial aus öffentlichen Medien. Aus diesen Versatzstücken schafft sie Rauminstallationen, in denen sie Fragen nach Raumdekor und Bildautonomie stellt. Im »Made in Balmoral« zeigt Patricia Lambertus die Installation »Kiss me, Hardy«. Ausgehend von einer historischen Panoramatapete von 1805 bearbeitet sie das Thema Gewalt in unterschiedlichen Facetten. Sie verbindet die historische Bildsprache mit Elementen der heutigen medialen Berichterstattung über politische und gesellschaftliche Konflikte, wie zum Beispiel den Arabischen Frühling.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems

Ausstellungsdauer: 19. Oktober bis 1. Dezember 2013
Öffnungszeiten: Samstag, 19. und Sonntag, 20. Oktober 2013, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung 

Mit freundlicher Unterstützung der Manufaktur Caspar GmbH 

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Offene Ateliers im Künstlerhaus, Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2013, 14 bis 19 Uhr

Am Samstag, den 21. und Sonntag, den 22. September laden die aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems in ihre Ateliers ein. Besucherinnen und Besucher haben die einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und mit den internationalen Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die Ateliers von Astrid Busch, Jennifer Danos, Stefan Eichhorn, Franziska Hünig, Akane Kimbara und Patricia Lambertus sind jeweils von 14 bis 19 Uhr geöffnet. 

Insgesamt öffnen über 200 weitere Künstlerinnen und Künstler in Rheinland-Pfalz ihre Ateliers. Die Aktion des Berufsverbandes Bildender Künstler Rheinland-Pfalz e. V. findet in diesem Jahr zum 21. Mal statt und wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur unterstützt. 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag 6. September 2013, 19 Uhr, Römerstraße 27

Astrid Busch | Stefan Eichhorn

  • Cover Einladung zur Ausstellung von Astrid Busch und Stefan Eichhorn

Am Freitag, dem 6. September um 19 Uhr wird eine neue Ausstellung im »Made in Balmoral« in Bad Ems eröffnet. Zwei der aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten, die noch bis Dezember im Künstlerhaus Schloss Balmoral leben und arbeiten, zeigen in Bad Ems entstandene Werke. Die Berliner Künstlerin Astrid Busch geht mit ihrer Arbeit direkt auf den Ausstellungsraum »Made in Balmoral« und die Stadt Bad Ems ein, indem sie in ihrer Installation vorgefundene Realität und Illusion verknüpft. Stefan Eichhorn aus Leipzig gibt in der Ausstellung Einblick in sein laufendes Forschungsprojekt zu autarken Gewächshäusern – gefundene Dokumentationsmaterialien treffen auf präzise entworfene Modelle.

Pressebilder zum Download:
Astrid Busch, Teil der Installation »Something Baroque«, 2013, © Astrid Busch
Stefan Eichhorn, gefundenes Foto, 2013 (Fotograf: Alexander Synaptic)
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyright-/Fotografenangaben) 

Astrid Busch (*1968 in Krefeld) arbeitet mit Fotografie und Installation. Ihre Fotos hängen nicht nur an der Wand, sondern setzen sich in den realen Raum hinein fort. Die Bildmotive nehmen dreidimensional Gestalt an. Dadurch werden auch wir als Betrachterinnen und Betrachter Teil der Szenerie. Astrid Buschs Werke nutzen den jeweiligen Ausstellungsort als Dialogpartner – sie erweitern und verändern ihn. Es entsteht ein Wechselspiel unterschiedlicher Wirklichkeitsebenen, indem sich reale und fiktive Räume zu immer neuen Situationen und Geschichten verbinden. 

Stefan Eichhorn (*1980 in Dresden) widmet sich in seinen Arbeiten der Überprüfung von utopischen Welt- und Gesellschaftsentwürfen. Ihrer Realitätstauglichkeit geht er mit künstlerischen Mitteln nach. Speziell die alternativen Lebenskonzepte der 1960er und 70er Jahre in den USA interessieren ihn. Dabei untersucht Stefan Eichhorn architektonische Vorhaben genauso wie die Idee einer Kolonialisierung des Weltalls. Dazu forscht er derzeit an dem Projekt eines autarken Gewächshauses. Seine handwerklich überaus anspruchsvollen und detailgetreuen Werke verfolgen und visualisieren diese Utopien konsequent bis ins Letzte – und zuweilen sogar darüber hinaus.

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems

Ausstellungsdauer: 7. September bis 13. Oktober 2013
Öffnungszeiten: Samstag, 7. und Sonntag, 8. September 2013, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung 

 

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Konzert B.E.N.K – EINS, Donnerstag, 5. September 2013, 19.30 Uhr

Die beiden Musiker am Marimbaphon
Michael Zeller und Akiko Shimizu, © István Kovács

Konzertreihe B.E.N.K geht in die dritte Runde

Auch in der Spielzeit 2013/14 gibt es eine Fortsetzung der erfolgreichen Konzertreihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge. Sie widmet sich ausschließlich dem Bereich der zeitgenössischen Musik, die in Kooperation des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie Koblenz und des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems in verschiedensten Besetzungen zur Aufführung kommt.

Pressefoto zum Download: Michael Zeller und Akiko Shimizu, © István Kovács (frei zur Berichterstattung über das entsprechende Konzert bei Nennung der Copyrightangaben)  

Beim Auftaktkonzert der neuen Saison am Donnerstag, dem 5. September 2013 um 19.30 Uhr bringen die Philharmonie-Schlagzeuger Michael Zeller und Akiko Shimizu das Marimbaphon zum Klingen. Im Künstlerhaus Schloss Balmoral spielen sie Werke von Steve Reich und Nebojša Jovan Živkovi?. Steve Reich ist Mitbegründer der »minimal music« und erhielt für sein Schaffen den Pulitzer-Preis (2009). Der deutsche Perkussionist und Komponist Nebojša Jovan Živkovic ist vor allem durch seine TV- und Rundfunk-Produktionen bekannt und arbeitete bereits im Jahr 2012 im Rahmen eines Jugendprojekts mit den Schlagzeugern der Rheinischen Philharmonie zusammen.

Ziel der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge ist es, die Vielseitigkeit der zeitgenössischen Musik zu präsentieren. In den weiteren Konzerten der Saison kommen am 23. November 2013 Werke für Fagott und Vokalensemble sowie am 21. März 2014 Werke für Streichquartett zur Aufführung. Am 7. Mai 2014 ist dann zum Abschluss Lukas Ligeti, der Sohn des bekannten Komponisten Györgi Ligeti, mit Werken für elektronisches Marimba zu hören.

Steve Reich
Music for pieces of wood
 (1973)
Nagoya Marimbas
 (1994)
Piano Phase 
(1967/1980)
Clapping Music
 (1972) 

Nebojša Jovan Živkovic
Ultimatum II
 (1994)

Michael Zeller und Akiko Shimizu, Marimba

Karten (12 € 8 € ermäßigt)
Künstlerhaus Schloss Balmoral, Tel.: 02603 9419-0
Orchesterbüro, Tel.: 0261 3012-272
Online über www.ticket-regional.de
Abendkasse ab 19 Uhr

Die Reihe B.E.N.K steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin Doris Ahnen. 

 

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Über 450 Bewerbungen für die Stipendien 2014

Für die Balmoral- und Landesstipendien 2014 sind 467 Bewerbungen aus aller Welt im Künstlerhaus Schloss Balmoral eingegangen. Eine überaus erfreuliche Resonanz, die für die Qualität des Stipendienangebotes des Landes Rheinland-Pfalz spricht. Das Bewerbungsverfahren wurde am 13. Juli 2013 abgeschlossen. Insgesamt werden für das nächste Jahr 14 Stipendien vergeben. 

Besonders zahlreich haben sich wieder Künstlerinnen und Künstler für die internationalen Anwesenheitsstipendien für Schloss Balmoral beworben. Diese hohe Anzahl an Bewerbungen bestätigt somit die Attraktivität der Konzentration auf jeweils nur eine Gattung hinsichtlich der Balmoral-Stipendien, die für 2014 zum ersten Mal mit dem Schwerpunkt Malerei erfolgte. Durch dieses bundesweit einmalige Angebot soll eine noch stärkere gegenseitige kreative Befruchtung unter den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht werden.

Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten wird voraussichtlich Ende Oktober bekannt gegeben. Die nächste Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien erfolgt Anfang Mai 2014.

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag 26. Juli 2013, 19 Uhr, Römerstraße 27


Jennifer Danos 
| Akane Kimbara

  • Einladungscover Jennifer Danos
  • Einladungscover Akane Kimbara

Am Freitag, dem 26. Juli 2013 um 19 Uhr wird die dritte Ausstellung im »Made in Balmoral« in der Römerstr. 27 eröffnet. Es ist die erste Präsentation der 6-Monats-Stipendiatinnen und –Stipendiaten, die bis Anfang Dezember dieses Jahres im Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems leben und arbeiten. Die Amerikanerin Jennifer Danos erarbeitet speziell für das »MiB« eine Boden einnehmende Installation. In Kombination dazu werden Zeichnungen der in Berlin lebenden japanischen Künstlerin Akane Kimbara zu sehen sein.

Pressebilder zum Download:
Jennifer Danos, »Labyrinth«, 2013, © Jennifer Danos
Akane Kimbara, »Schuhe im Kreis«, 2012, © Akane Kimbara
»Made in Balmoral«, Außenansicht, © KHSB
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben)

Jennifer Danos (*1975 in Chicago, USA) arbeitet überwiegend ortsbezogen. Ihr Augenmerk richtet sie auf die Spannung zwischen bewusster und unbewusster Wahrnehmung eines Raumes. Sie lotet architektonische Qualitäten aus und verändert durch installative Eingriffe die Raumwirkung. In Bad Ems lädt sie in ein Labyrinth ein, mit dem sie versucht, die Besucherinnen und Besucher für die eigenen Sinne und Beobachtungen zu sensibilisieren. Als künstlerische Weggefährtin lenkt Jennifer Danos unsere Schritte aus der Sackgasse festgefahrener Wahrnehmung heraus. 

Akane Kimbara (*1971 in Shizuoka, Japan) ist Zeichnerin. Seit 2006 setzt sie ihre Zeichnungen auch filmisch um und entwickelt sie als bewegtes Bild weiter. Das Zeichnen ist für die Künstlerin ein Ventil für Stimmungen, die jeder kennt, ob fröhlich, traurig, überraschend oder irritierend. Sie versucht, ihre Werke auf ein Minimum zu reduzieren, um die gezeichnete Emotion von allem Überflüssigen zu befreien. Mit nur wenigen Linien umkreist Akane Kimbara auf sensible und häufig auch humorvolle Art die menschliche Gefühlswelt. 

Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems

Ausstellungsdauer: 27. Juli bis 1. September 2013
Öffnungszeiten: Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juli 2013, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung 

Mit freundlicher Unterstützung der Konrad Hornschuch AG

 

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Sommerfest | Warming Up | 10-jähriges Jubiläum des Fördervereins Balmoral 03 e. V.

Samstag, 29. Juni 2013, ab 17.00 Uhr  

Am Samstag, dem 29. Juni 2013 findet ab 17 Uhr das alljährliche Warming Up im Künstlerhaus Schloss Balmoral statt. Diesmal werden die 6-Monats-Stipendiatinnen und -Stipendiaten mit einem Sommerfest begrüßt und gleichzeitig wird der inzwischen bereits 10. Geburtstag des Fördervereins Balmoral 03 begangen. Zwei der allerbesten Gründe, im und um das Künstlerhaus zu feiern!

Zur Begrüßung um 17 Uhr sprechen Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral, Dr. Ariane Fellbach-Stein, Referentin für Bildende Kunst und Film des Landes Rheinland-Pfalz und Guido Lotz, Vorsitzender von Balmoral 03. Bei einem Umtrunk und Toast wird auf das 10-jährige Jubiläum des Fördervereins angestoßen.

Im Anschluss stellt Dr. Oliver Kornhoff die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten vor und begrüßt Sie offiziell in Bad Ems: Astrid Busch, Jennifer DanosStefan EichhornFranziska HünigAkane Kimbara und Patricia Lambertus. Von 18 bis 19 sowie von 21 bis 22 Uhr öffnen die Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers und geben erste Einblicke in ihre Arbeit. Weiterhin erwarten Sie Werke von Anna So Young Han, Stipendiatin aus Südkorea, die seit April im Künstlerhaus lebt und arbeitet. Anna So Young Han (*1982 in Seoul) schafft ortsbezogene und häufig raumgreifende Installationen. Die spezifischen Gegebenheiten des historischen Schlossgebäudes sind dabei eine ganz besondere Inspirationsquelle. Die Künstlerin nutzt vorhandene Raumachsen sowie vorgefundene Formen und spielt mit Licht und Illusion.

Pressebilder zum Download:
Anna So Young Han, »Blue Under Smashing April Nostalgia«, 2012, Installationsansicht, © Anna So Young Han
Künstlerhaus Schloss Balmoral, © KHSB
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Ab 18 Uhr gibt es Variationen vom Grill und ein reichhaltiges Salat-Buffet sowie Live-Musik mit »The Loft Connection«. Genießen Sie die abendliche Bad Emser Sonne vor dem Künstlerhaus bei einem Glas Wein oder einem kühlen Bier. Für all diejenigen, die das Künstlerhaus Schloss Balmoral und seine Geschichte noch nicht kennen, wird um 20 Uhr eine Schloss-Führung mit Annegret Werner-Scholz angeboten.

Anmeldung unter info@balmoral.de bis zum 23. Juni 2013

Auf Ihr Kommen freuen sich
die Stipendiatinnen und Stipendiaten,
die Mitglieder des Fördervereins Balmoral 03 e. V. sowie
das gesamte Team des Künstlerhauses Schloss Balmoral

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Freitag 24. Mai 2013, 19 Uhr, Römerstraße 27


Mayra Martell | Anne Vorbeck
 

  • Mayra Martell Einladungscover
  • Anne Vorbeck Einladungscover

Am Freitag, dem 24. Mai 2013 um 19 Uhr eröffnen wir die zweite Ausstellung im »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27. In dieser Doppelausstellung werden Fotografien von Mayra Martell (Mexiko) und Malereien von Anne Vorbeck (Berlin) zu sehen sein. Die beiden Stipendiatinnen leben und arbeiten für drei Monate noch bis Ende Mai im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Die Ausstellung bildet somit den Abschluss ihres Stipendienaufenthaltes in Bad Ems und die Künstlerinnen präsentieren die in Balmoral entstandenen Arbeiten. 

Pressebilder zum Download:
Mayra Martell, aus dem Projekt »Identity Essay (Ciudad Juárez, 2005-2013)«, Fotografie (Detail), © Mayra Martell
Anne Vorbeck, o. T. (Detail), 2013, Öl, Acryl auf Baumwolle, 175 x 160 cm, © Anne Vorbeck
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Mayra Martells (*1979 in Juárez, Mexiko) Arbeitsschwerpunkt ist die Fotografie und ihr Interesse gilt dem Thema »Erinnerung«. Seit 2005 arbeitet sie an einem Projekt über das Verschwinden von jungen Frauen in ihrer Heimatstadt Juárez. Sie nimmt Kontakt zu den hinterbliebenen Familien auf, führt Interviews und fotografiert die häufig noch nach Jahren unberührten Zimmer der Mädchen. Die bedrückende Thematik steht dabei in hypnotischem Gegensatz zur Schönheit der Aufnahmen. Eines der wenigen Male gibt sie im Rahmen einer Ausstellung Einblick in diese Arbeit. Ausgewählte Fotografien zeugen von Mayra Martells künstlerischem Bemühen, der Identität eines Menschen bleibende Erinnerung zu verschaffen.

Anne Vorbeck (*1975 in Dresden, lebt in Berlin) ist Malerin. Ihr Arbeitsprozess wird von zwei unterschiedlichen Interessen geleitet. Zum einen experimentiert sie mit den materiellen Eigenschaften von Farbe. Zum anderen beschäftigt sich die Künstlerin in ihren Bildern mit den Möglichkeiten und Grenzen malerischer Illusion. Intuitiv teils zufällig geschaffene Strukturen treffen auf gezielt platzierte Formen. In den sich überlagernden Ebenen kann der Betrachter unterschiedliche Behandlungen des Malmaterials entdecken. Anne Vorbeck verknüpft diese ungleichen Arbeitsweisen und Farbschichten zu dynamischen Gemälden, die die Grundelemente der Malerei und das Abenteuer Farbe erkunden.

Begrüßung            Dr. Oliver Kornhoff, künstlerischer Leiter
Einführung            Katrin Vattes M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin
Anschließend        Latin Night, Music and Drinks

Neuer Ausstellungsort: »Made in Balmoral«, Römerstraße 27, Bad Ems
Ausstellungsdauer: 25. Mai bis 14. Juli 2013
Öffnungszeiten: Samstag, 25. und Sonntag 26. Mai 2013, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

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Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien für 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass für 2014 folgende Stipendien angeboten werden:

Für internationale Bildende Künstlerinnen und Künstler 

Bei den Anwesenheitsstipendien für 2014 muss der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit im Medium Malerei liegen. Dabei versteht sich Malerei nicht ausschließlich als ›Farbe auf Leinwand‹. Formales und konzeptuelles Ausloten der Grenzen und Möglichkeiten der Gattung sind ebenfalls willkommen. Zukünftig werden die Anwesenheitsstipendien jeweils für eine künstlerische Gattung ausgeschrieben. Auch bei den Anwesenheitsstipendien 2015 wird die Malerei im Mittelpunkt stehen. Durch dieses bundesweit einmalige Angebot soll eine noch stärkere gegenseitige kreative Befruchtung unter den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht werden. 

Für internationale Geisteswissenschaftlerinnen 
und Geisteswissenschaftler

Die monatliche Dotierung für die Balmoral-Anwesenheitsstipendien wird ab 2014 auf 1.400 Euro erhöht.


Für Bildende Künstlerinnen und Künstler 
mit Bezug zu Rheinland-Pfalz

Künstlerische Auflagen bestehen für diese Stipendien nicht. 

Der Bewerbungszeitraum für alle Stipendien läuft bis einschließlich 29. Juni 2013 (Datum des Poststempels). Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Webseite, dort können auch die jeweiligen Bewerbungsformulare heruntergeladen werden.

Wir freuen uns, wenn durch Veröffentlichung und Weiterleitung weltweit Künstlerinnen und Künstler über diese Ausschreibung informiert werden!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Vattes

Künstlerhaus Schloss Balmoral
Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur
Villenpromenade 11
56130 Bad Ems

Tel.: +49 (0)2603 9419-11
Fax: +49 (0)2603 9419-16
E-Mail: vattes@balmoral.de

 

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Ausstellungseröffnung »Made in Balmoral«, Donnerstag 25. April 2013, 19 Uhr, Römerstraße 27


Julianny Ariza | Grit Hachmeister 
 

  • Julianny Ariza Einladungscover
  • Grit Hachmeister Einladungscover

Am Donnerstag, dem 25. April 2013 um 19 Uhr werden wir einen neuen Ausstellungsraum namens »Made in Balmoral« in der Römerstraße 27 eröffnen. Dort werden wir zukünftig die jeweils aktuellen Balmoral-Stipendiatinnen und -Stipendiaten in Doppelausstellungen vorstellen. Den Auftakt machen Julianny Ariza (Dominikanische Republik) und Grit Hachmeister (Berlin), die derzeit für drei Monate im Künstlerhaus leben und arbeiten.

Pressebilder zum Download:
Julianny Ariza, 
aus der Serie »Omnisciéntete« (Detail), 2012, Foto: Ramona Colectivo, © Julianny Ariza
Grit Hachmeister, 
»das Flimmern, die Himmelshöhe, die Erde und ich«, 2011, © Grit Hachmeister
(frei zur Berichterstattung über die entsprechende Ausstellung bei Nennung der Copyrightangaben) 

Julianny Ariza (*1987 in Santo Domingo, Dominikanische Republik) arbeitet überwiegend mit Stoffen, die sie durch Näharbeit und Stickerei zu Figuren und ornamentalen Formen verarbeitet. Thematisch beschäftigt sich die Künstlerin mit Menschen, ihren ganz persönlichen Emotionen und elementaren Befindlichkeiten. Es entstehen skulpturale Installationen – nicht aus den üblichen Materialien der Bildhauerei, sondern aus Textilien. Ihren zumeist in weiß gestalteten Figuren verleiht Julianny Ariza eine traumartige geheimnisvolle Aura.

Grit Hachmeister (*1979 in Leipzig, lebt in Berlin) arbeitet neben der Fotografie auch im Medium Zeichnung. Ihr Interesse gilt dem Menschsein; sie setzt sich mit Themen wie Intimität, Sexualität, Liebe, Sehnsucht und Verletzlichkeit auseinander. In ihren Arbeiten richtet sie immer wieder den Fokus auf sich selbst. Ihre Werke arrangiert sie meist in ausladenden Collagen auf der Wand. Grit Hachmeister setzt sich und ihre Umwelt einem schonungslos ehrlichen Blick aus.

Der neue Raum mit seiner verglasten Front soll als Schaufenster fungieren und inmitten der Innenstadt neugierig machen auf die künstlerischen Gäste von Schloss Balmoral und Bad Ems. Er bietet zudem Einblick in die Arbeit des Künstlerhauses und lädt zu den vielfältigen Angeboten ein.

Ausstellungsdauer: 26. April bis 19. Mai 2013
Öffnungszeiten: Samstag, 27. und Sonntag 28. April 2013, 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung 

»Made in Balmoral«, Römerstraße 27, 56130 Bad Ems

 

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Konzert B.E.N.K - VIER, Samstag, 13. April 2013, 19.30 Uhr, Marmorsaal Bad Ems

Vadim Gluzman, Foto: Marco Borggreve
Vadim Gluzman, Foto: Marco Borggreve

Rheinische spielt Zeitgenössisches im Marmorsaal des Staatsbades Bad Ems

Am Samstag, 13. April um 19.30 Uhr ist das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Chefdirigent Daniel Raiskin zum Sinfoniekonzert im Marmorsaal Bad Ems zu Gast. Im Rahmen der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge, eine Kooperation der Rheinischen Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, lässt das Orchester zeitgenössische Musik in fürstlicher Kurstadt-Atmosphäre erklingen. Die Werke stammen allesamt von noch lebenden zeitgenössischen Komponisten. Das Sinfoniekonzert bietet den Zuhörern die Gelegenheit, bei anschließenden Gesprächen in Kontakt mit den Musikern und dem Dirigenten zu treten.

Pressefoto zum Download: Vadim Gluzman, Foto von Marco Borggreve

Als Solist ist der israelische Geiger Vadim Gluzman zu hören, der in der laufenden Spielzeit »Artist-in-Residence« bei der Rheinischen Philharmonie ist. Es erklingen Kompositionen von Wojciech Kilar, Peteris Vasks, Arvo Pärt und Philip Glass, entstanden in den Jahren 1986 bis 1997. Vadim Gluzman spielt das Konzert Distant Light von Vasks auf der aus dem Jahre 1690 stammenden »ex-Leopold Auer« Stradivari, die ihm als ständige Leihgabe von der Stradivari Society Chicago zur Verfügung gestellt wird.

Wojciech Kilar
Orawa
 für Streichorchester (1986) 

Peteris Vasks
Distant Light
 – Konzert für Violine und Orchester (1996/97) 

Arvo Pärt
Trisagion
 für Streicher (1992/94) 

Philip Glass
Concerto Grosso
 (1992) 

Karten sind für 18 € | ermäßigt 12 € beim Stadt- und Touristikmarketing Bad Ems e. V. (T. 02603 9415-0), online über www.ticket-regional.de sowie an der Abendkasse erhältlich.

Die Reihe B.E.N.K ist eine Kooperation von Staatsorchester Rheinische Philharmonie und Künstlerhaus Schloss Balmoral und steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin Doris Ahnen.

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Konzert B.E.N.K – DREI, Freitag, 22. Februar 2013, 19.30 Uhr

Improvisationskonzert mit dem Ensemble sonorfeo – Celans Lyrik im Spiegel der Musik
In Kooperation mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Koblenz 

Das Ensemble sonorfeo ist im Rahmen der Reihe B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge am 22. Februar um 19.30 Uhr mit einem Improvisationskonzert im Künstlerhaus Schloss Balmoral zu Gast. Bei dem Celan-Projekt geht es dem Ensemble um eine Verschmelzung der Kunstformen Literatur und Musik und damit um einen möglichen neuen Zugang zu Celans Texten. Eine einzigartige Mischung aus schwermütigem Gewicht und dadaistischer Leichtigkeit machen Paul Celan zu einem der größten Dichter des 20. Jahrhunderts. 

An diesem Abend sollen seine Werke nicht im üblichen Sinne vertont oder gar musikalisch untermalt werden. Vielmehr sollen die gesprochenen Texte in musikalische Abläufe übertragen werden, bei denen die Musiker die Wanderung durch Celans Welt musi­kalisch begleiten und Verbindungen knüpfen zwischen seinen ernsten und den spielerischen Gedichten. sonorfeo hat sich dem Wagnis gestellt, die vom Holocaust durchtränkten Gedichte Celans mit ihrer Musik zu konfrontieren. Es ist der Versuch, dem schweren Celan zu folgen in seine dunklen, bitteren Bilder ? und dem »leichten«, eher unbekannten Celan, dessen Kunst ins Spielerisch-Surreale reicht. 

Das Improvisationsensemble sonorfeo sucht nach Ausdrucksmöglichkeiten jenseits der gewohnten Kunstpräsentation. Es setzt sich aus Künstlern verschiedener Richtungen zusammen. Die Musiker spielen vor dem Hintergrund ihrer klassischen Ausbildung, ohne sich jedoch stilistischen oder tonalen Dogmen zu verschreiben. Die Musik entsteht direkt im Dialog ? sie ist nicht komponiert, sondern ein spontanes Aufeinanderreagieren. 

Thomas Braus, Sprache
Ensemble sonorfeo:
Ulrike Nahmmacher, Violine

Bettina Hagedorn, Violoncello
Florian Stadler, Akkordeon

Karten sind für 12 € | ermäßigt 8 € beim Stadt- und Tourismusmarketing Bad Ems e. V. (T. 02603 9415-0), online über www.ticket-regional.de sowie an der Abendkasse erhältlich. 

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Dr. Oliver Kornhoff neuer künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral / Doris Ahnen: Künstlerhaus gewinnt versierten Querdenker

Foto: Benjamin Stöß/Rhein-Zeitung

Dr. Oliver Kornhoff wird neuer künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral. Der Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck übernimmt damit auch die Betreuung der Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie die Verantwortung für das künstlerische Gesamtkonzept des Künstlerhauses in Bad Ems. Das Künstlerhaus fördert internationale bildende Künstlerinnen und Künstler mit verschiedenen Stipendien. Ein Teil der Stipendiatinnen und Stipendiaten hat dabei die Möglichkeit, sich für die eigene kreative Arbeit direkt im Künstlerhaus inspirieren zu lassen. Die übrigen Künstlerinnen und Künstler erhalten Reise-, Projekt- und Auslandsstipendien. Kulturinteressierten bietet das Künstlerhaus zudem ein vielfältiges Programm – von Vorträgen und Ausstellungen bis zu Konzerten. Kornhoff folgt auf Dr. Danièle Perrier, die die künstlerische Leitung viele Jahre innehatte 

"Mit Dr. Kornhoff haben wir einen versierten Querdenker für die künstlerische Leitung gewonnen, der keine Scheu hat, die Arbeit Kunstschaffender aus ganz verschiedenen Richtungen und unterschiedlicher Generationen in gemeinsamen Ausstellungen zu präsentieren. Auch mit diesem Mut zum Experiment ist es ihm gelungen, das Arp Museum nicht nur als größtes Kunstmuseum unseres Landes, sondern auch über dessen Grenzen hinaus zu etablieren", so die rheinland-pfälzische Kulturministerin Doris Ahnen. Ein Sprung bei den jüngsten Zahlen von Besucherinnen und Besuchern, die der Kunsthistoriker mit spannenden Ausstellungen nach Remagen locken konnte, spreche eine eindeutige Sprache, so Ahnen weiter. "Ich freue mich sehr, dass Dr. Kornhoff nun auch die Herausforderung als neuer künstlerischer Leiter von Schloss Balmoral annimmt und wünsche ihm dafür viel Erfolg." 

Walter Schumacher, Kulturstaatssekretär und Vorsitzender des Künstlerhaus-Beirats, fügte hinzu: "Dr. Kornhoff betritt in Bad Ems kein Neuland." Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Künstlerhauses habe das Arp Museum Schloss Balmoral 2010 eine Ausstellung gewidmet und dabei einen Querschnitt von Arbeiten der Stipendiatenjahrgänge zwischen 1996 und 2009 präsentiert. "Insofern ist Dr. Kornhoff bereits bestens vertraut mit den Fragen, die auch die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses umtreiben: Wie prägt der Aufenthalt an einem fremden Ort das eigene Werk und wie dieses den Aufenthalt?"

"Über die Berufung zum künstlerischen Leiter des renommierten Künstlerhauses Schloss Balmoral freue ich mich sehr", sagte Dr. Oliver Kornhoff. "Schon durch die bisherige enge inhaltliche Zusammenarbeit von Arp Museum Bahnhof Rolandseck und Schloss Balmoral kenne ich das Künstlerhaus gut. Zudem verfolgen beide Institutionen ähnliche Zwecke, nämlich nationale und internationale zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zu fördern und zu präsentieren. Das Museum durch Ausstellungen, das Künstlerhaus durch die Vergabe von Stipendien. Gemeinsam mit den verantwortlichen Gremien, den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Bad Ems und dem Förderverein Balmoral 03 möchte ich die erfolgreiche Arbeit von Schloss Balmoral fortsetzen und weiter ausbauen. Denn nur eine hochkarätige und damit starke Künstlerförderung ist zukunftsfähig. Das Künstlerhaus Schloss Balmoral wird auch künftig viel für Künstlerinnen und Künstler, die bildende Kunst sowie das Land Rheinland-Pfalz bewirken. Auf die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie auf eine kreative, lebendige und ,kunstvolle‘ Tätigkeit als Kastellan freue ich mich."

Oliver Kornhoff studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Klassische Archäologie und Völkerkunde in seiner Geburtsstadt Köln, bevor er in Freiburg über die Skulpturen der "Brücke"-Künstler Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner promovierte. Es folgten Beschäftigungen u.a. als stellvertretender Leiter der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Seit Januar 2009 ist Kornhoff Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. Unter seiner Leitung zeigte das Museum u.a. erfolgreiche Ausstellungen wie "Lichtgestöber. Der Winter im Impressionismus" (2012/2013), "Richard Meier. Building as Art" (2012/2013), "Biomorph! Hans Arp im Dialog mit aktuellen Künstlerpositionen" (2011) und "Balmoral Blend. 15 Jahre Künstlerhaus Schloss Balmoral" (2010). Im vergangenen Jahr besuchten rund 70.000 Interessierte das Kunstmuseum am Rhein.

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